Grüne Branche

Substrate: weniger ist mehr

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Die Stender AG legt den Fokus in der Substrat-Weiterentwicklung nach eigenen Angaben grundsätzlich auf die Funktionsfähigkeit und Zuverlässigkeit in der Anwendung als Kulturmedium. Das Ziel sei immer ein qualitativ hochwertiges Pflanzenwachstum. Gleichzeitig strebe das Unternehmen die Verwendung ressourcenschonender und umweltverträglicher Materialien an.

Stender legt bei seinen torfreduzierten Substraten Wert auf eine gute Drainage und einwandfreie Wasserhaltekraft. Dadurch wird eine rasche Wurzelbildung der Pflanzen gefördert. Foto: Stender

Torfreduktion in Kultursubstraten

Die eigene Qualitätssicherung prüft die Zuschlagstoffe auf Regionalität, Umweltverträglichkeit und Ressourcenverbrauch (beispielsweise nachwachsende Rohstoffe). Hier konnten in den vergangenen Jahren laut Stender diverse Erfolge in der Weiterentwicklung erzielt werden. So gewinnen regionale Rohstoffe wie Holzfaser oder Kompost immer mehr an Bedeutung.

Das Motto „reduce it …“ umfasst die Torfreduktion von Kultursubstraten. Für die gartenbaulichen Bereiche Zierpflanzen-, Baumschul-, Stauden- und Beerenobstproduktion stehen verschiedene Zusammensetzungen zur Verfügung, informiert Tobias Jäger, Vertriebsleitung Produktionsgartenbau bei Stender. Ganz nach den jeweiligen Kulturansprüchen reduziere sich der Torfanteil durch den Einsatz von Substratholzfaser, Substratkompost, Cocopor, Perlite oder anderen Torfersatzstoffen.

Nachhaltiger Umgang mit Phosphor

Torfreduzierte Produkte im Sortiment Stender sind S 1, ZB 8 und BS 7, die laut Jäger mit einer 40-prozentigen Torfreduktion viele gängige gartenbauliche Einsatzmöglichkeiten abdecken. Hier liegt der Qualitätsanspruch besonders darin, eine gleiche Handhabung im Vergleich zu konventionellen Torfsubstraten zu erzielen. Bei allen drei Substratvarianten liege der Fokus auf einer guten Drainage mit gleichzeitiger einwandfreier Wasserhaltekraft.

Bei Stender wurde in der Düngerverwendung der Schwerpunkt auf den nachhaltigen Umgang mit der endlichen Ressource Phosphor in der Startdüngung gesetzt. Problematisch sei beispielsweise die Gewässer-Eutrophierung, die auch durch große Mengen Phosphor jährlich hervorgerufen werde. Daneben gelte die Schwermetallbelastung aus Phosphordüngern als zunehmend problematisch.

Weniger Phosphor bei mineralischen Substratdüngern

In der Praxis werden bei vielen gartenbaulichen Kulturen 0,5 bis 1,5 Kilogramm mineralischer NPK als Startdünger dem Substrat hinzugefügt. Diese Düngung ermögliche eine Versorgung – je nach klimatischen Bedingungen – von bis zu drei bis vier Wochen. Die wenigsten gartenbaulichen Kulturen benötigen in dieser Zeit eine hohe Phosphorversorgung.

Phosphor ist ein wichtiges Nährelement, welches jedoch effektiver dem kulturspezifischen und zeitlichen Verlauf gezielt zugegeben werden kann. Die Phosphorreduktion von 16 auf zehn Prozent bei mineralischen Substratdüngern ist ein konsequenter Beitrag zum Umweltschutz und zur Ressourcenschonung durch die Stender AG, betont Jäger.

Substrat-Untersuchungen als Service von Stender

Des Weiteren bietet das Unternehmen als Service Substrat-Untersuchungen, Gießwasseranalysen und eine Produktionsoptimierung an. Dazu stehen flächendeckend gartenbauliche Fachberater der Stender AG zur Verfügung.

Mehr dazu erfahren die Fachbesucher der IPM am Messestand des Substratherstellers in Halle 2, Stand 2B31.