Suche gestartet: Wo steht Brandenburgs dickste Buche?

Veröffentlichungsdatum: , Daniela Sickinger / TASPO Online

Die Rotbuche (Fagus sylvatica) ist der „Baum des Jahres 2022“ und steht auch bei der diesjährigen Spitzenbaumaktion in Brandenburg im Mittelpunkt. Symbolbild: Green Solutions

In Brandenburg hat die Suche nach der dicksten Buche des Bundeslandes begonnen. Bis zum 30. Juni können mögliche Anwärter auf den Titel bei der Landesgeschäftsstelle der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) eingereicht werden. Der Sieger der diesjährigen Spitzenbaumaktion soll im Spätsommer vorgestellt werden.

22. landesweite Spitzenbaumaktion in Brandenburg

Bereits zum 22. Mal wird in diesem Jahr in Brandenburg die landesweite Spitzenbaumaktion durchgeführt, teilt das Landesministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) mit. Der Startschuss ist am 25. April, dem Internationalen Tag des Baumes gefallen. Das Motto der diesjährigen, von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) – Landesverband Brandenburg und dem Landesbetrieb Forst Brandenburg (LFB) ausgerufenen Aktion laute dabei „Buchen sollst du suchen“.

Fagus sylvatica sei nicht nur die zweithäufigste Laubbaumart in Brandenburg, sondern wurde auch zum „Baum des Jahres 2022“ gekürt und sei in Zeiten klimatischer Veränderungen und extremer Wetterereignisse eine wichtige Baumart für den gesunden Waldaufbau, begründet das MLUK Brandenburg die Wahl der bei der diesjährigen Aktion im Mittelpunkt stehenden Gehölzart. Gleichzeitig seien 40 Prozent der Rotbuchen in Brandenburg nach den trockenen Sommern der letzten Jahre stark geschädigt, so das MLUK.

Messung des Baumumfangs einfacher als genaue Höhenmessung

Dass nicht nach der höchsten, sondern der dicksten Buche des Bundeslandes gesucht werde, habe einen einfachen Grund: Die genaue Höhenmessung in den großen und runden Kronen dieser Bäume falle selbst Forstexperten nicht leicht. Einfacher sei hingegen die Messung des Baumumfangs, die für die Teilnahme an der diesjährigen Spitzenbaumaktion in einer Höhe von 1,30 Metern über dem Boden erfolgen soll. „Am besten mit einem Maßband auf den Zentimeter genau, es gehen aber auch Hundeleinen, Abschleppseile oder eine Wäscheleine“, so das MLUK. Die Länge der drei letztgenannten Hilfsmittel um den Baum müsse dann mit einem Zollstock gemessen werden, wie es weiter heißt. Um das Verhältnis zwischen Radius/Durchmesser und Umfang zu ermitteln, komme schließlich die Zahl „Pi“ (π =3,1415) ins Spiel – „dabei können die Rechenkünste aus der Schule aufgefrischt oder spielerisch an Kinder oder Enkel weitergegeben werden“, wie das MLUK erklärt.

Präsentation der dicksten Buche im Spätsommer 2022

Wer auf diese Weise einen Kandidaten für den „Spitzenbaum 2022“ – ob im Wald, im Park oder im Garten – gefunden habe, kann diesen nebst einer möglichst genauen Lagebeschreibung des Baumes, beispielsweise mittels GPS-Koordinaten, bis zum 30. Juni per Mail an die SDW-Landesgeschäftsstelle oder telefonisch unter 03334–2779133 melden. Fotos der potenziell dicksten Buchen Brandenburgs können ebenfalls beigefügt werden.

Ab Juli werden die gemeldeten Exemplare dann durch Experten des Landeskompetenzzentrums Forst Eberswalde (LFE) begutachtet und die Messungen für das „amtliche“ Endergebnis kontrolliert, so das MLUK. Die offizielle Präsentation des dabei ermittelten Siegerbaumes und seiner Entdecker soll dann im Spätsommer erfolgen.

Cookie-Popup anzeigen