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Summer School der Karl-Foerster-Stiftung: Studierende entwerfen Eingang zur IGA

Die Karl-Foerster-Stiftung für angewandte Vegetationskunde hat in diesem Jahr erstmals eine Summer School für Studierende der Landschaftsarchitektur ins Leben gerufen. Aufgabe der insgesamt 41 Teilnehmer von verschiedenen Hochschulstandorten in Deutschland, der Schweiz und Österreich sowie aus Südkorea war es, Entwürfe, Bepflanzungskonzepte und -pläne für die Internationale Gartenausstellung (IGA) Berlin 2017 zu gestalten.

1. Preis: Johanna Moraweg (v. l.), Elisabeth Seel, Rosa-Laura Czys. Foto: Karl-Foerster-Stiftung

Als Planungsgebiet ausgewählt wurde der Eingangsbereich zur Eisenacher Straße. Am Ende entschied die Jury über die drei besten Arbeiten, die mit Preisgeldern in Höhe von 500, 300 und 200 Euro prämiert wurden. Zudem wurden zwei Anerkennungen vergeben.

Am besten gefiel dem Preisgericht die Idee von Rosa-Laura Czys (Hochschule (HS) Weihenstephan-Triesdorf), Johanna Moraweg (HS Geisenheim) und Elisabeth Seel (Technische Universität (TU) Berlin), den Eingangsbereich als überdimensionierte Spange zu gestalten. Diese Form verlieh dem Ort eine bewusste Eigenständigkeit und bot mit großen Beeten sehr viel Möglichkeit, den Pflanzen Raum zu geben. Sehr eigenständig war auch das Verteilungsmuster der Pflanzen und auffallend zurückhaltend die Farbigkeit der Pflanzenkombinationen.

Den zweiten Platz belegten Friederike Boldt (HS Osnabrück), Paul Kuhnert (TU Dresden) und Christian Unger (TU Berlin), indem sie die Plattenbausiedlungen der Umgebung thematisierten und daraus Module entwickelten, die sich als Pflanzflächen eigneten.

Den dritten Platz errangen Daniela Corduan (HS Osnabrück), Marcia Kamm (HS Geisenheim) und Miriam Leistenschneider (HS Geisenheim), deren Entwurf drei Stufen des Übergangs vom Wuhletal zum Gartenschaugelände formulierte.

Die IGA 2017 GmbH prüft nun, inwieweit die entstanden Ideen tatsächlich realisiert werden können. (ts)