Grüne Branche

SVLFG: Beitragsmaßstäbe ab 2014 einheitlich festgesetzt

„Bundeseinheitliche Beitragsmaßstäbe zur Unfall- und Krankenversicherung“ – so die Überschrift einer Pressemitteilung der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) der letzten Wochen. Doch was bedeutet dies für Gärtner und Dienstleister im Landschaftsbau? 

Podium der SVLFG-Vertreterversammlung (v. l.): Reinhold Knittel, Claudia Lex, Wolfgang Vogel, Peter Bleser (BMELV), Leo Blum und Martin Empl. Foto: SVLFG

„Schon zur letzten Jahreswende sind die zuvor selbstständigen landwirtschaftlichen Sozialversicherungsträger einschließlich der Sozialversicherung für den Gartenbau in der SVLFG aufgegangen. Ziele dieser organisatorischen Maßnahme waren die Schaffung eines bundesweit einheitlichen Beitragsmaßstabes bei der Berufsgenossenschaft, gleiches bei der Krankenkasse und die Vereinheitlichung der Mindestgröße der Alterskasse“, Hartmut Fanck, Leiter des Bereiches Versicherung, Beitrag, Mitgliedschaft bei der SVLFG. Mit der Umsetzung stehen ab 1. Januar 2014 teilweise spürbare Veränderungen für den Gartenbau und den Dienstleistungsbereich an.

So wird bei der Berufsgenossenschaft (BG) ab der Beitragsrechnung für 2013 der Beitrag überwiegend nach dem „geschätzten Arbeitsbedarf“ berechnet. Grundlage ist Fanck zufolge ein wissenschaftlich festgestellter durchschnittlicher Arbeitsbedarf (mit degressivem Verlauf) pro Hektar. Diese Berechnung gilt für alle typisch landwirtschaftlichen Produktionsverfahren, wie Obstbau, Spargel, Grünland und Forsten.

Für gärtnerische Kulturarten, wie Unterglaskulturen, Zierpflanzenanbau oder Baumschulen, und im Dienstleistungsbereich bleibt es bei der Beitragsbemessung nach dem Arbeitswert und der Lohnsumme. In Mischbetrieben führt das Nebeneinander von Arbeitsbedarf und Arbeitswert zur Notwendigkeit der Aufteilung des Arbeitswertes beziehungsweise der Lohnsumme.

Massive Beitragsveränderungen sind aufgrund der Einrichtung überwiegend eigenständiger Risikogruppen für Gärtner und Dienstleister laut Fanck nicht zu erwarten. „Für bundesmittelberechtigte Mitglieder werden sich jedoch die künftig einheitliche Beitragssenkungsquote und die angekündigte Reduzierung der Bundesmittel auf 125 Millionen Euro und für alle Mitglieder der Wegfall des Lastenausgleiches sowie die gemeinsame Finanzierung der DDR-Altrenten auswirken“, so Fanck.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der TASPO 51/13. (ts)