Grüne Branche

SVLFG übernimmt Kosten der Osteopathie

Versicherte der landwirtschaftlichen Krankenkasse bekommen die Kosten für osteopathische Behandlungen seit dem 1. Januar zu 80 Prozent pro Sitzung erstattet, informiert die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG). 

Osteopathie kann beansprucht werden, wenn sie der Arzt als geeignet ansieht, eine Krankheit zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhindern oder Beschwerden zu lindern. Sie muss nach ärztlicher Verordnung durch ein Mitglied eines Berufverbandes der Osteopathen oder einen zum Beitritt Berechtigen durchgeführt werden. Die Erstattung ist auf 80 Euro pro Sitzung und 250 Euro pro Kalenderjahr begrenzt. Vorzulegen sind die ärztliche Verordnung und die Originalrechnungen.

Osteopathie versteht sich als ganzheitliche Alternativmedizin, die größtenteils mit den Händen durchgeführt wird. Sie soll vor allem Verspannungen, Einschränkungen der Organbeweglichkeit oder des Bewegungsapparats beseitigen und damit eine ganzheitliche Entspannung von Körper und Geist hervorrufen. Dies geschieht durch gezielte Berührungen und sensiblen Druck.

Die Osteopathie wendet unterschiedliche Techniken an, um Rückenschmerzen, Bandscheibenprobleme, Durchblutungs- oder Verdauungsstörungen, Migräne, Tinnitus, chronische Nebenhöhlenbeschwerden oder Lernstörungen zu behandeln. Auch Folgen von Unfallverletzungen, Traumata von Säuglingen nach der Geburt sowie sogenannte Schreikinder können behandelt werden. (ts/svlfg)