Grüne Branche

SVLFG: Zahl der Unfälle im Gartenbau leicht gestiegen

Die Unfälle im Gartenbau mehren sich etwas, schwerwiegende Unfälle jedoch hat es im vergangenen Jahr weniger geben. Das ist das Fazit der Unfallstatistik der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG). 

Unfallgefahr bei der Durchführung gefährlicher Baumarbeiten. Foto: GBG

Rund 103.000 Gartenbau-Betriebe waren versichert, meldet die SVLFG. Diese Zahl ist in etwa stabil, der Gartenbau hat hier eher ein leichtes Plus zu verzeichnen. Darunter fallen versicherte Unternehmen ohne die Nebenunternehmen. In den vergangenen Jahren hatte die Gartenbau-Berufsgenossenschaft immer die Zahl inklusive Nebenunternehmen herausgegeben, das waren zuletzt rund 130.000. Die Zahlen für das Jahr 2013 im Einzelnen:

  • 44.251 angezeigte Unfälle, 2012 waren es 43.837, und in 2011 waren es 45.430;
  • 18.405 meldepflichtige Unfälle, 2012 waren es 18.363, 2011 waren es 19.304;
  • 280 neue Unfallrenten, 324 im Vorjahr, und in 2011 waren es 377.

Im Vergleich zu den meldepflichtigen Unfällen mit mehr als drei Kalendertagen Arbeitsunfähigkeit sind die angezeigten Unfälle deutlicher gestiegen. Somit ist die Anzahl der schwerer wiegenden Unfälle weiter rückläufig, weil ihr Anteil an der Gesamtzahl der angezeigten Unfälle sinkt (41,6 Prozent der angezeigten Unfälle sind meldepflichtige gewesen, 2011 noch 42,5 Prozent).

Noch deutlicher ist die Entwicklung bei den neuen Unfallrenten nach Arbeitsunfällen, informiert die SVLFG weiter. Die Schwere der gemeldeten Unfälle nimmt über die Jahre gesehen deutlich ab.

An tödlichen Unfällen hat es im vergangenen Jahr 18 gegeben, davor waren es 20, und in 2011 waren es 15. Das bedeutet keine signifikante Änderung oder Trendwende. Konkret sind 13 tödliche Arbeitsunfälle zu verzeichnen, die restlichen fünf sind Wege- oder Betriebswegeunfälle im Straßenverkehr. Von der Gesamtzahl 18 sind zwölf dem Garten- und Landschaftsbau und je zwei dem Obstbau, dem Blumen- und Zierpflanzenbau und dem Baumschulbereich zuzuordnen.

In der Rubrik Berufskrankheiten verzeichnet die SVLFG insgesamt weiterhin sinkende Zahlen. Hier gab es 2013 genau 756 angezeigte Berufskrankheiten, im Jahr davor waren es 814 und 2011 noch 825. Die Mehrheit betrifft die Berufskrankheiten zum Thema Haut, mit allerdings recht stabilen Zahlen. 204 waren es in 2013, im Jahr davor 205, und in 2011 gab es 191 Betroffene.

Leider weiterhin zunehmende Zahlen verzeichnen die Berufskrankheiten zum Thema Lärm, die vom Jahr 2011 bis 2013 von 148 über 166 auf jetzt schon 202 stiegen. Erfreulicherweise sinkende Zahlen kann die SVLFG zu den Berufskrankheiten der Wirbelsäule mitteilen. Es waren 84 im vergangenen Jahr, davor 114 und in 2011 noch 108. (svlfg/fri)