Grüne Branche

Täuscht Greenpeace den Verbraucher?

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Belastet ein Pestizid-Cocktail deutsche Äpfel? Zu dieser abschließenden Warnung kommt zumindest eine Studie der Greenpeace. IVA-Hauptgeschäftsführer Volker Koch-Achelpöhler wirft der Umweltorganisation in vieler Hinsicht vor, den Verbraucher regelrecht zu täuschen und so Werbung für Bio-Obst zu betreiben.

Macht Greenpeace Werbung für Bio-Äpfel, indem die Organisation vor Pestizidbelastung warnt? Ja, sagt der Industrieverband Agrar. Foto: Daniela Sickinger

Alle Rückstandsspuren im Rahmen der gesetzlichen Grenzen

„Alle Rückstandsspuren, die gemessen werden konnten, lagen unter den gesetzlichen Rückstandshöchstgehalten. Das bedeutet: Die Verbraucher können ohne Bedenken zubeißen. Und auch den Obstbauern wird damit ein gutes Zeugnis ausgestellt: Sie setzen Pflanzenschutzmittel verantwortungsvoll ein“, heißt es in der Pressemeldung des Industrieverbands Agrar.

In der Folge habe sich Greenpeace auf die Aussage versteift, dass allerdings durch die Summe der Rückstände ein gefährlicher Pestizid-Cocktail die Verbraucher schädigen könne. „Ein Griff“ in die Trickkiste, wie es der Industrieverband Agrar ausdrückt, denn „bei der Festlegung der Rückstandshöchstgehalte sind die Behörden verpflichtet, Rückstände aus anderen Quellen zu berücksichtigen (EU-Verordnung 396/2005, Art. 14). In den Rückstandshöchstgehalten ist also eine Sicherheitsmarge für Mehrfachrückstände enthalten“, so das Statement des Industrieverbands.

IVA: Greenpeace macht Werbung für Äpfel vom Biobauern 

Der IVA sieht hier eindeutig eine Werbung für mehr Bio-Obst. Denn auch im zweiten Teil der Studie gehe Greenpeace „flexibel mit der Wahrheit um“. Denn wie hätten die 17 Proben aus ökologischem Anbau rückstandsfrei sein können? Schließlich kämen auch Bio-Bauern nicht ohne chemische Pflanzenschutzmittel aus, die sie gegen Schädlinge und Pilze einsetzen; so zum Beispiel Pyrethrine, Schwefel und Kupferverbindungen.