Grüne Branche

Tag des Baumes: Klimaretter erhalten

1952 pflanzten Bundespräsident Theodor Heuss und der Präsident der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Robert Lehr, im Bonner Hofgarten einen Ahorn. Damals feierte die Bundesrepublik zum ersten Mal den „Tag des Baumes“, inzwischen Jahr für Jahr eine feste Institution im grünen Kalender.

Nicht nur am Tag des Baumes wichtig: Die Aktion „Mehr Grün in Rellingen“. Foto: BdB

BdB Landesverband spendet für „Mehr Grün in Rellingen“

2015 freuten sich die Verantwortlichen bereits über 4.000 Euro Spenden für die Aktion „Mehr Grün in Rellingen“. In „grünen Zahlen“ gesprochen: 44 Bäume und 500 Gewächse, die so gepflanzt werden konnten. Darunter: Apfeldorn, Amrikanischer Amberbaum und Resista Ulmen. Der BdB Landesverband Schleswig Holstein steuerte zum Tag des Baumes 1500 Euro bei.  

Landesverbandsgeschäftsführer Dr. Frank Schoppa sagte: „Wir begrüßen die Initiative und halten sie für vorbildlich und nachahmenswert für alle Kommunen. Hier werden private Spenden mit öffentlichen Haushaltsmitteln ergänzt, so dass vorhandenes Grün gepflegt und Neuanlagen entstehen können. Die Bürgerinnen und Bürger werden so aktiv eingebunden in das Streben für mehr Grün vor Ort. Bäume und Zierpflanzen sind unverzichtbar für eine lebenswerte Umwelt, eben: Grün ist Leben!“

Die Urheber der Aktion möchten Verantwortungsgefühl für den Erhalt der Bäume im offenen Grün wecken und die Bürger schon ab dem Schulalter für die Bedeutung der Pflanzen sensibilisieren. Über die  nächsten fünf Jahre hat die Gemeinde Rellingen 50.000 Euro für die Aktion pro Jahr eingeplant.

Bundesforstminister: „Bäume sichern unser Überleben“

Bundesforstminister Christian Schmidt bekräftigte anlässlich des günen Feiertags die zukünftige und gegenwärtige Bedeutung des Baums: „Bäume sichern unser Überleben. Und dies meine ich sehr wörtlich. Aus Sonne, Wasser und dem Kohlendioxid der Luft erzeugen Bäume den Sauerstoff, ohne den wir Menschen nicht leben könnten.“

So erzeugen die rund 130.000 Blätter einer 100-jährigen Eiche beispielsweise Sauerstoff für 17 Menschen, wie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in einer Presseinfo mitteilt. Und noch dazu werden von dieser einen Eiche allein jährlich rund 50 Kilogramm Kohlendioxid gebunden. Die Wälder in Deutschland entlasten die Atmosphäre jährlich um 52 Millionen Tonnen CO2 – das ist mehr, als die Metropolen Hamburg und Berlin pro Jahr ausstoßen.

„Wald ist der größte Klimaschützer im Land“, so Minister Schmidt, „denn durch den umweltfreundlichen Rohstoff Holz können energieintensive Rohstoffe und fossile Brennstoffe ersetzt werden. Dadurch wird die Klimawirkung von Wald und Holz insgesamt sogar mehr als verdoppelt. So hilft Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft dem Klima, es wird weniger Kohlendioxid freigesetzt und der Klimawandel abgebremst“, so Schmidt.

Tag des Baumes: Grüne Klimaretter

„Bäume sind durch ihre CO2-Speicher-Funktion nicht nur Klimaretter, sondern filtern gesundheitsgefährdenden Feinstaub aus der Luft und tragen zu sauberem Trinkwasser bei. Gesunde Bäume sind außerdem Grundvoraussetzung für intakte Ökosysteme und tragen als Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten zum Artenschutz bei“, so Umweltministerin Anja Siegesmund.

Gleichzeitig sei der fortschreitende Klimawandel auch in Thüringen eine der größten Bedrohungen für den Gesundheitszustand unserer Bäume. Bäume erfüllten wichtige Funktionen für Mensch und Natur, die es im Bewusstsein unserer Gesellschaft zu verankern gelte. (ts)