Grüne Branche

TASPO dossier: Plastik – im Gartenbau (un)vermeidbar?

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Diese Woche liegt der TASPO ein TASPO dossier zu der sehr brisanten Frage „Plastik – im Gartenbau (un)vermeidbar?“ bei. Darin werfen Umweltexperten der Branche vor, in Sachen Kunststoffvermeidung geschlafen zu haben. Aber ist das wirklich so? Es antworten Betriebe, die zeigen, an welchen Stellen sie schon „Plastik“ einsparen.

Spätestens seit der Kritik an Kunststofftöpfen, -trays und Co. ist die Plastik-Diskussion auch im Gartenbau angekommen. Foto: Nestor/Fotolia

Gartenbau in Sachen Plastik in der Klemme

Der Gartenbau ist in Sachen Plastik in der Klemme – es ist wie bei allen öffentlichkeitsbrisanten Themen wie Glyphosat, Pflanzenschutz, Torf: Ohne Kunststoffe funktioniert die gartenbauliche Produktion nicht, weder technisch noch ökonomisch. Das dem Verbraucher aber zu erklären, ist kompliziert, schwer – und vielleicht auch nicht im Detail notwendig?

Wichtiger ist es, der Öffentlichkeit das Gefühl zu geben, dass die Grüne Branche das Thema ernst nimmt, daran arbeitet, tut, was sie kann – und das an umsetzbaren Punkten auch zeigt: bei der Verpackung, im Verkauf, im Anbau, beim Transport. Ein Verbraucher, der gerne und früh Spargel kauft, wird beispielsweise gerne hören, wenn die viel kritisierte Spargelfolie über den Dämmen abbaubar ist und Pflanzenschutzmittel einspart. Und wenn der Gartenbau zu einem einheitlichen Mehrwegsystem für Trays käme, wäre das ganz sicher nicht nur ein wichtiger Schritt für die Umwelt, sondern auch für sein Ansehen.

Plastik-Diskussion auch im Gartenbau angekommen

Denn die Plastik-Diskussion ist spätestens seit der Kritik an Kunststofftöpfen und Co. im Gartenbau angekommen. Gut deshalb, dass die Branche das Signal annimmt. Und dass viele Betriebe sich Gedanken machen, wie sie diesen Wertstoff sinnbringend verwenden oder sogar vermeiden können, wie Sie im neuen TASPO dossier lesen. Aber auch eine Warnung: Nicht jede scheinbar bessere Alternative – sei es der neue Fokus auf Papier oder auf „Recycling-Fähigkeit“ – ist umweltökologisch immer sinnvoller.

Dazu lesen Sie im neuen TASPO dossier unter anderem die folgenden Beiträge:

  • Umfrage: Wie hält Ihr Betrieb es mit dem Plastik?
  • Pro und Contra: Der Gartenbau – ein Umweltsünder?
  • Studie: So „grün“ ist der Kunde gar nicht
  • Haben Kunststoffe im Gartenbau noch Zukunft?
  • Spargel- und Erdbeeranbau: „Folieneinsatz hat auch ökologische Vorteile“
  • Mehrweg – unser Ausweg

Neues TASPO dossier regt zu (weiteren) Diskussionen an

Das neue TASPO dossier zeigt auf, an welchen Stellen die Branche auf der Suche nach Kunststoff-Alternativen ist. Es bietet fachkundige Aussagen dazu, an welchen Stellen der Gartenbau nicht auf Kunststoffe verzichten kann. Und warnt, dass der Ruf nach recycelbaren Materialien aus Umweltsicht nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluss ist. Das Thema Plastik ist ein weites Feld – lassen Sie sich von unserem dossier zu weiteren Diskussionen inspirieren.

Das neue TASPO dossier erscheint zusammen mit der TASPO 30/2019 am 26. Juli und kann in unserem Online-Shop abgerufen werden.