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TASPO Online Blaulicht-Report: Gärtner verurteilt, Trickdiebe geschnappt

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Eine misstrauische Blumenhändlerin setzte der Diebestour einer rumänischen Bande in Franken ein Ende. In Balingen verwüstete ein „Crash-Pilot“ mit seinem Pkw eine Gärtnerei. Und in Schweinfurt wurde ein Gärtner für einen eingebildeten Unfall zu einer hohen Geldstrafe verdonnert.

In Franken konnte die Polizei eine Diebesbande in einem Blumenladen schnappen. Foto: Pixabay

Wegen falscher Verdächtigung: Geldstrafe für Gärtner

1.000 Euro Strafe muss ein Gärtner aus Schweinfurt jetzt bezahlen, weil er einen Unschuldigen fälschlich der Sachbeschädigung und Unfallflucht bezichtigt hatte. Angeblich, so die Aussage des 49-Jährigen, war der Fahrer eines Audi A6 auf der Autobahn Richtung Passau zuerst extrem dicht auf seinen Wagen auf- und dann – ebenso knapp – an diesem vorbeigefahren. Seine Tochter hatte der Gärtner deshalb Medienberichten zufolge vorsorglich aufgefordert, den Audi mit ihrem Handy zu fotografieren.

Zwei Stunden später an ihrem Ziel angekommen, bemerkte die Gärtnerfamilie demnach einen frischen Kratzer am Kotflügel ihres Wagens, der – so deren Schlussfolgerung – von der vorherigen Begegnung mit dem Audi-Fahrer stammen musste. Entsprechend erstattete der Schweinfurter Gärtner Anzeige bei der Polizei – die allerdings im Laufe ihrer Ermittlungen feststellte, dass der angezeigte Unfall nie passiert sein konnte.

Vor Gericht räumte der wegen falscher Verdächtigung angeklagte Gärtner seinen Irrtum schließlich ein, sein Verteidiger plädierte laut Medienberichten für die Einstellung des Verfahrens, da sein Mandant nur ein „einfacher Mann aus dem Fränkischen“ sei, der keinesfalls vorsätzlich gehandelt habe. Das Gericht verdonnerte den Angeklagten dennoch zu 1.000 Euro Geldstrafe – die der Gärtner jetzt fristgerecht in sechs Monatsraten abstottern muss.

Verwüstungsfahrt durch Balinger Gärtnerei

Eine Spur der Verwüstung hat ein junger Unfallfahrer am frühen Morgen des Karfreitags in einer Gärtnerei in Balingen hinterlassen. Wie der Zollern-Alb-Kurier berichtet, hatte der „Bruchpilot“ nicht nur mehrere Transportwagen sowie sämtliche Blumen und Pflanzen darauf zerstört – bei dem Crash wurde zudem das Gewächshaus der Gärtnerei beschädigt. Der Gesamtschaden wird auf mehrere tausend Euro geschätzt.

Dass sich der Lenker des Unfallwagens, der sich zunächst aus dem Staub gemacht hatte, jetzt doch noch der Polizei gestellt hat, ist unter anderem einem couragierten Facebook-Aufruf des Gärtnerei-Inhabers zu verdanken. Er habe ein Teil des Unfallfahrzeugs gefunden, das von der Polizei untersucht werde, war darin zu lesen – gepaart mit einem Appell an den Fahrer, für den angerichteten Schaden geradezustehen.

Trickdiebe in Blumenladen geschnappt

Ob Biergarten, Buchhandlung oder Bäckerei – die Masche von drei rumänischen Trickdieben war stets dieselbe: Während zwei der Männer die Mitarbeiter im jeweiligen Geschäft ablenkten, klaute der Dritte im Bunde, was ihm in die Hände fiel – in der Regel Bargeld und Handys. Wie die Main-Post schreibt, zog das „Trio Infernale“ so von Konstanz bis nach Franken. In Aschaffenburg etwa raubte die Bande auf diese Weise die Kasse eines Blumenladens aus, in der sich zu diesem Zeitpunkt 930 Euro befanden.

In Schweinfurt nahm sich das Trio kurz darauf erneut ein Blumengeschäft vor. Dort ertappte die durch das Ablenkungsmanöver bereits misstrauisch gewordene Blumenhändlerin allerdings das jüngste Bandenmitglied in flagranti, als es 420 Euro aus der Kasse stehlen wollte – wodurch die Diebe schließlich geschnappt werden konnten.

Beute im Gesamtwert von 8.000 Euro soll das Trio so binnen acht Tagen gemacht haben, berichtet die Main-Post. Jetzt müssen sich die drei Männer wegen schwerem Bandendiebstahl vor Gericht verantworten.