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TASPO Online Blaulicht-Report: Pflanzen begehrtes Diebesgut, wehrhafte Floristin

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Eine saftige Steuernachzahlung von fast 79.000 Dollar muss ein amerikanischer Florist leisten. In Essen fährt ein rabiater Rentner einen Feuerwehrmann auf einem Baumarkt-Parkplatz absichtlich an. Eine Hamburger Blumenverkäuferin schlägt einen Räuber buchstäblich in die Flucht. Und in Süddeutschland klauen Diebe Pflanzen für mehrere hundert Euro.

Gestohlene Pflanzen, der versuchte Raubüberfall auf einen Blumenladen und ein rabiater Rentner beschäftigten die Polizei in den vergangenen Tagen unter anderem. Foto: Pixabay

Pflanzendiebe im Süden der Republik unterwegs

Pflanzen verschiedener Arten und Größen waren in den vergangenen Tagen bei Dieben in Süddeutschland heiß begehrt. So machten sich etwa in Baiersbronn (Schwarzwald) Unbekannte in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch am Gewächshaus einer Gärtnerei zu schaffen, aus dem sie laut Polizeibericht rund 100 Pflanzen und drei Schalen im Gesamtwert von rund 500 Euro entwendeten.

Ebenfalls im Schwarzwald stahlen Diebe an Pfingsten aus einem Schonacher Blumengeschäft mehrere Pflanzen im Wert von insgesamt rund 300 Euro – darunter zwei große Ligusterbäume, ein großer Oleander sowie mehrere bepflanzte Schalen.

Offenbar beim Abtransport ihres Diebesguts gestört wurden dagegen unbekannte Täter im oberfränkischen Kronach, die in der Nacht vom vergangenen Freitag auf Samstag in einer Baumschule eine Kugelakazie ausgebuddelt und zur Straße geschleift hatten – wo sie den Baum an einer Bushaltestelle stehen ließen. Dort fiel er einer kurz darauf vorbeifahrenden Polizeistreife ins Auge. Der umgehend verständigte Baumschulinhaber entdeckte auf seinem Betriebsgelände zudem eine frisch umgeknickte Spalierlinde, weshalb sich der Gesamtschaden auf rund 600 Euro beläuft.

Räuber mit Blumen verjagt

In Hamburg-Tonndorf versuchte ein Unbekannter in der vergangenen Woche, ein Blumengeschäft auszurauben. Um eine Angestellte zur Herausgabe des Bargelds zu zwingen, bedrohte er die Floristin mit einer Dose Pfefferspray. Obwohl er der 56-Jährigen das Reizgas sogar ins Gesicht sprühte, ließ sich diese nicht einschüchtern, sondern setzte sich entschlossen zur Wehr. Mit Blumen schlug die Frau auf den Täter ein, worauf der etwa 50-jährige Räuber ohne Beute die Flucht ergriff.

Feuerwehrmann absichtlich angefahren

Tatort Baumarkt-Parkplatz: Mit voller Absicht fuhr ein Rentner am Dienstag in Essen einen Feuerwehrmann an. Wie das Online-Portal Der Westen berichtet, muss sich der Senior über den auf dem Parkplatz abgestellten Drehleiterwagen der Feuerwehr erzürnt haben – worauf er die an einem Hydranten arbeitenden Feuerwehrmänner wütend anhupte.

Eine der beiden Einsatzkräfte näherte sich daraufhin dem Auto des 72-Jährigen, um sich nach dem Grund des Ärgers zu erkundigen – erfolglos, denn mit dem aufgebrachten Fahrer sei kein vernünftiges Gespräch möglich gewesen. Als sich der Feuerwehrmann deshalb umdrehte, brannte bei dem „Wutbürger“ offenbar die letzte Sicherung durch: Wie Der Westen schreibt, trat er aufs Gas und fuhr dem Feuerwehrmann absichtlich gegen die Beine.

Damit nicht genug, beging der Rentner auch noch Fahrerflucht und ließ den Leichtverletzten einfach auf dem Baumarkt-Parkplatz zurück. Später stellte er sich allerdings reumütig der Polizei, die umgehend seinen Führerschein konfiszierte und ein Ermittlungsverfahren einleitete.

Florist hinterzieht Steuern

Fünf Jahre auf Bewährung drohen einem US-amerikanischen Floristen in Watertown wegen Steuerhinterziehung. Knapp 79.000 Dollar Umsatzsteuern soll der Inhaber eines Blumengeschäfts zwischen September 2014 und August 2016 unrechtmäßig einbehalten haben, anstatt sie ordnungsgemäß an die zuständige Finanzbehörde abzuführen.

Vor dem Jefferson County Court bekannte sich der 55-Jährige am vergangenen Freitag schuldig. Allerdings habe er die Steuern nicht absichtlich hinterzogen, wie der Florist zu seiner Verteidigung erklärte. Vielmehr seien in der fraglichen Zeitspanne eine Reihe von Belegen falsch abgeheftet worden. Nachdem ihm und seiner Belegschaft der Fehler aufgefallen sei, habe er diesen freiwillig dem Finanzamt gemeldet.

Die irrtümlich einbehaltenen, knapp 79.000 Dollar Umsatzsteuern muss der Florist jetzt in voller Höhe nachzahlen. Ob zusätzlich eine Bewährungsstrafe gegen ihn verhängt wird, entscheidet sich bei der Urteilsverkündung im Juli.