Grüne Branche

TASPO-Umfrage: Frost beeinflusste Gehölzabsatz im Frühjahr

Die Frostperiode im Februar mit bis zu minus 20 Grad beeinflusste den Gehölzabsatz im Frühjahr 2012. Das ergab die aktuelle TASPO-Umfrage, an der sich die Landesverbände Hamburg, Schleswig-Holstein, Weser-Ems, Rheinland, Hessen, Bayern, Württemberg, Sachsen-Anhalt und Thüringen im Bund deutscher Baumschulen (BdB) beteiligten. Gestiegene Nachfrage und knappe Artikel waren oft die Folge. 

Zum Teil erhebliche Frostschäden verzeichneten alle teilnehmenden Landesverbände. „Schlechte Preise, wenig Pflanzen wegen Frostausfällen“ meldet Hamburg. Weser-Ems berichtet von guter Nachfrage, die bei einigen Artikeln das Angebot überstieg und merkt als Besonderheit Reklamationen durch Frostschäden an, die erst nach der Auslieferung sichtbar wurden.

Im Rheinland startete das Geschäft nach der „schmerzhaften Unterbrechung im Februar“ schleppend, hielt aber lange an. Thüringen verspürte „Kaufinteresse aufgrund großer Frostschäden“. Hessen empfand Frostausfälle „bei Kunden und in den Betrieben“ als prägend und nennt die dadurch starke Nachfrage verschiedener Gehölze als Besonderheit.

Württemberg spricht von einem guten Geschäftsverlauf, allerdings habe es durch die „eklatante Frostschadenssituation“ schon im April „große Beschaffungsprobleme und viele nicht mehr verfügbare Artikel“ gegeben. Ein ähnliches Fazit zieht Bayern, wo es aufgrund der Ausfälle durch massive Winterschäden „bei den Kunden, aber auch in unseren Betrieben“ viele knappe und ausverkaufte Artikel gab.

Schleswig-Holsteins Frühjahrs-Resümee lautet: „guter Abfluss über alle Sortimentsbereiche“. Und Sachsen-Anhalt nennt als Besonderheit, dass die Nachfrage nach Aprikose und Pfirsich nicht gedeckt werden konnte, hingegen bei Rosen trotz vieler Winterschäden fast keine Nachfrage vorhanden war.

Bei den abgesetzten Mengen vergeben die meisten Betriebe die Schulnote „Zwei“ (Bayern, Hessen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Rheinland). Weser-Ems gibt eine „Eins bis Zwei“, Württemberg eine „Zwei minus“ und Thüringen eine „Eins“. Sachsen-Anhalt bewertet dagegen mit einer „Vier“.

Beim Preis benoten Sachsen-Anhalt und Thüringen mit einer „Zwei“, Hessen und Bayern mit einer „Zwei bis Drei“, Weser-Ems, Schleswig-Holstein, das Rheinland und Württemberg mit einer „Drei“. Die schlechteste Note vergibt Hamburg mit einer „Vier bis Fünf“.

Mehr dazu lesen Sie in der nächsten TASPO Ausgabe 28/2012. (ds)