Grüne Branche

TASPO-Umfrage: Frühjahrssaison der Baumschulen wird immer kürzer

Die aktuelle TASPO-Umfrage zeigt: Die Baumschulen sind mit dem Frühjahrsgeschäft zufrieden. Es beteiligten sich an der Umfrage die Landesverbände Hamburg, Schleswig-Holstein, Weser-Ems, Westfalen-Lippe, Hessen, Sachsen, Baden, Hannover und Württemberg des Bundes deutscher Baumschulen (BdB). Durch das schöne Wetter startete die Saison vergleichsweise früh, in den Betrieben herrschte teilweise hektisches Treiben und die Trockenheit zeitigte

Die anhaltende Trockenheit brachte Einschränkungen. Bereits Anfang Mai endete die Saison witterungsbedingt ungewöhnlich früh und abrupt, berichtet der Landesverband Württemberg. Es fehlten der wichtigsten Abverkaufsperiode 2011 im Vergleich zu anderen Jahren zehn Tage, heißt es von dort. Weser-Ems spricht von einer „langen und guten Saison“, verwies aber auch auf die Trockenheit in vielen Teilen Deutschlands, was die Nachlieferung zum Teil schwierig gemacht habe.

Der Trend zum immer kürzeren und kompakteren Frühjahrsgeschäft zeichnete sich bereits in den letzten Jahren ab, woraus sich teilweise extreme Arbeitsspitzen für die Betriebe ergeben. Die Einschätzung aus Schleswig-Holstein für diese Saison lautet: „Durch die Kürze des Frühjahrs sind die Baumschulen an der Kapazitätsgrenze und die Mitarbeiter an der Belastungsgrenze angekommen.“ Mit den abgesetzten Mengen zeigen sich immerhin die meisten Unternehmen zufrieden.

Beim Bewertungsmaßstab nach Schulnoten (Noten Eins bis Sechs) vergaben mehrere Landesverbände eine „Zwei“ in Sachen Absatzmenge (Sachsen, Hessen, Baden, Weser-Ems) und der Landesverband Hamburg sogar eine „Eins“. Etwas weniger zufrieden waren die Landesverbände Hannover und Württemberg, die die Absatzmenge zwischen „Zwei“ und „Drei“ einordnen und die Landesverbände Schleswig-Holstein mit „Drei plus“ und Westfalen-Lippe mit „befriedigend“. Die überwiegende Wertung beim Preis mit Note „Drei“ fiel etwas schlechter aus. Eine glatte „Drei“ gab es in diesem Punkt aus Weser-Ems, Hessen, Württemberg und Sachsen. Etwas besser – zwischen „gut“ bis „befriedigend“ – wertete Hannover, wohingegen Hamburg und Schleswig-Holstein (Drei minus), Baden sowie Westfalen-Lippe (Drei bis Vier) schlechter votierten.

Bei der Frage nach dem Preisniveau lauteten die Antworten meist in Richtung „leider gleichbleibend“ wie es Baden formulierte. Das Pflanzenangebot war bei etlichen Artikeln zu gering (Schleswig-Hosltein), es gab Sortimentslücken durch Winterausfälle (Westfalen-Lippe), was sich aber nicht immer auf den Preis auswirkte. So berichtet der Landesverband Weser-Ems, die Preise seien insgesamt stabil, einige Artikel unter Druck, bei einigen Artikeln gebe es aber auch Preissteigerungen. Ähnlich äußerte sich Hamburg: „Bei einigen Gehölzen ist der Preis stabil, allerdings nicht ausreichend. Es gibt zum Vorjahr eine leichte Tendenz nach oben“. Schleswig-Holstein meint zum Preisniveau im Vergleich zum Vorjahr: „insgesamt leicht rückläufig, bei wirklich knappen Artikeln stark anziehend“. Laut Westfalen-Lippe ist das Preisniveau bei knappen Artikeln etwas gestiegen, bei reichlichen Artikeln gefallen.

Württemberg erwähnte sinkende Preise bei professionellen Abnehmern und am stärksten im Baumbereich. Hannover wies darauf hin, dass Endverkaufsbetriebe mit guter Präsentation und guter Fachberatung sogar höhere Preise realisieren konnten. (ks)