Grüne Branche

TASPO-Umfrage im Bund deutscher Baumschulen: Verbraucher stehen nicht mehr so auf Rosen

Den Rosen zeigten die Verbraucher in diesem Jahr anscheinend die kalte Schulter. Viele Landesverbände urteilten mit der Schulnote ausreichend im Direktabsatz von Rosen. Oftmals Gewinner in den Sortimenten waren die Obstgehölze. Dies geht aus der TASPO-Umfrage bei den Landesverbänden im Bund deutscher Baumschulen (BdB) hervor. 

Beet mit Gartenrosen. Foto: Lorenz Wieland

Im Einzelnen urteilte Bayern mit einer Vier für die Rosen, betreffend das gesamte Sortiment – begehrt waren hier nur die Solitärrosen. Hamburg als einziger wertet mit einer Zwei, wobei Bodendecker und englische Rosen gut liefen, Teehybriden nicht so gut. Auch Hannover vergibt nur eine Drei bis Vier, nennt als Renner die Duftrosen und Verlierer die Wildrosen. Hessen vergibt nur ein Mangelhaft für den Rosenabsatz, auch im Rheinland nur eine Vier für die Rosen. Sachsen urteilt mit Vier bis Fünf, gefragt waren hier noch die Edelrosen, verloren haben die Bodendecker. Sachsen-Anhalt nennt eine glatte Fünf für das Rosengeschäft und Schleswig-Holstein dagegen eine Drei.

Obstgehölze wurden meist gut nachgefragt, erhielten oft die Note gut, ansonsten immer noch befriedigend. Begehrt waren entsprechend der klimatischen Lage in Bayern Zwetsche, Kirsche Pfirsich, in Hamburg Äpfel und Kirschen, in Hannover Buschobst, in Hessen Beerenobst, im Rheinland Tellerpfirsich, in Sachsen Pfirsiche und Aprikosen, in Sachsen-Anhalt Quitten und Aprikosen sowie in Schleswig-Holstein Familienbäume.

Gut bis befriedigend verlief die Saison für die Laubgehölze. Herausragend nannte Bayern hier die Besonderheiten im Sortiment. Für Hamburg waren es der Japanische Ahorn und Cornus in Sorten. Wertvolles war gefragt, berichtet Hannover, in Hessen waren es Hecken, im Rheinland Photinia und Buxus, in Sachsen immer die aktuell blühenden Gehölze. Sachsen-Anhalt gibt Solitärsträucher als besonders an, und in Schleswig-Holstein sind es Physocarpus opulifolius ‘Diabolound Carpinus.

Immergrüne und Koniferen können auch nicht mehr die Begeisterungsstürme bei den Verbrauchern wecken, sie bekommen im direkten Absatz zumeist die Note ausreichend, manchmal etwas besser. Bayern sieht hier die Solitärgehölze vorne, Hamburg meldet Nachfrage nach Taxus und Pinus. Hannover machte Vorteile für die Zwerge, entsprechend Nachteile für groß Wachsendes aus. In Hessen waren Heckenpflanzen wie Prunus laurocerasus die Renner, Zwergkoniferen dagegen die Verlierer. Nicht mehr so begehrt waren im Rheinland Thuja und Chamaecyparis als Heckenpflanzen. In Sachsen wurden Heckenpflanzen mit Ballen gut verkauft, hoch wachsende Koniferen hatten Schwierigkeiten. Gewinner auch in Schleswig-Holstein waren Prunus lusitanica ‘Angustifolia’, Verlierer Juniperus.

Wasserpflanzen scheinen keine besondere Rolle mehr zu spielen, entweder war ihr Absatz zu unbedeutend oder noch gerade ausreichend, meist aber mangelhaft. „Gartenteiche sind mega-out“, kommentierte das Rheinland. (fri)

Weitere Ergebnisse der TASPO-Umfrage bei den Landesverbänden im BdB zum Frühjahrsgeschäft in den Baumschulen lesen Sie in der aktuellen TASPO Ausgabe 27/2014.