Grüne Branche

TASPO-Umfrage unter BdB-Landesverbänden: Herbstgeschäft bei Gehölzen durchwachsen

Sehr unterschiedliche Ergebnisse erbrachte diesmal die jährlich zur Jahreswende durchgeführte Umfrage der TASPO unter den Landesverbänden des Bundes deutscher Baumschulen (BdB) zum abgelaufenen Herbstgeschäft in den Baumschulen. Die vergebenen Schulnoten für das Gesamturteil reichten diesmal von "Zwei bis Vier" bis "Vier bis Fünf". Zu bedenken ist allerdings, dass das Herbstgeschäft seit Jahren abnimmt und sich mehr und mehr auf das Frühjahr verlagert, was das Stimmungsbild für den Gehölzabsatz zum Jahreswechsel immer etwas trübt. Manches im Herbst ausgebliebene Geschäft ist möglicherweise nur aufgeschoben. Geantwortet haben diesmal die acht BdB-Landesverbände Schleswig-Holstein, Weser-Ems, Hannover, Westfalen-Lippe, Hessen, Bayern, Baden und Württemberg. Vergeben werden konnten bei den Antworten wieder die Schulnoten Eins bis Sechs. Gefragt nach dem Gesamturteil für das Herbstgeschäft 2005 gab es aus Baden eine Zwei bis Vier, gefolgt von einer Drei aus Bayern, jeweils einer Drei bis Vier aus Weser-Ems, Westfalen-Lippe und Hessen, einer Vier aus Hannover sowie einer Vier bis Fünf aus Schleswig-Holstein. Ein wesentlicher Faktor dürfte bei diesen Einschätzungen der unterschiedliche Schwerpunkt in den einzelnen Gebieten sein. Als Besonderheit für das abgelaufene Herbstgeschäft wurde unter anderem das besonders sonnige Wetter und die überdurchschnittlich gute Ernte in Qualität und auch Quantität (Schleswig-Holstein) herausgestellt. Allerdings sei der Absatz spät angelaufen, verlautete aus Württemberg, und entsprechend der Witterung hätte der Verkauf erheblich besser ausfallen können. Der Privatkunde habe das gute Wetter nicht entsprechend genutzt, hieß es aus Baden. Sehr gute Witterungsbedingungen und trotzdem geringerer Absatz, meinte auch der Landesverband Westfalen-Lippe. Dieser meinte zudem, dass beim Ergattern von Aufträgen auch ein Faktor war, wer knappe Artikel anbieten konnte. Der Landesverband Hessen wies darauf hin, dass die Anforderungen an die Schnelligkeit immer höher würden und auch bestätigte Aufträge zunehmend storniert worden seien.