Grüne Branche

TASPO-Umfrage zum Herbstgeschäft 2013: Gehölz-Saison verlief eher mittelmäßig

Der Witterungsverlauf 2013 machte vielen Gartenbaubetrieben einen Strich durch gute Geschäfte. Nach einem nahezu ausgebliebenen Frühjahrs- und Sommergeschäft konnte der Einzelhandel auch bei mildem Herbstwetter nur eine mäßige Nachfrage von Seiten der Verbraucher verzeichnen. Wie das Herbstgeschäft 2013 für die Baumschulen ausfiel, ermittelten wir in unser aktuellen TASPO-Umfrage unter verschiedenen Landesverbänden im Bund deutscher Baumschulen (BdB). 

Groß- und Einzelhandelsbaumschulen erwarten ein gutes Frühjahrsgeschäft. Foto: BdB

Das Herbstgeschäft weist im Einzelhandel seit Jahren eine eher rückläufige Tendenz auf. Etwas anders stellte sich die Situation im Bereich des Großhandels und dem Absatz an den Garten- und Landschaftsbau dar. Hier konnten unter Berücksichtigung regionaler Unterschiede durchaus noch zufriedenstellende Ergebnisse erzielt werden.


Großhandelsgeschäft: im Norden ruhiger als erhofft

Ruhiger als erhofft verlief etwa das Großhandelsgeschäft im Norden. So beeinflusste der Witterungsverlauf den Absatz im Herbst 2013 nach Angaben des BdB-Landesverbandes Schleswig-Holstein (LV SH) sehr negativ.

Weiter südlich berichten die Landesverbände Hannover und Rheinland über ein sehr gutes Versandgeschäft, das ohne Unterbrechungen bis Weihnachten durchgelaufen sei. Die Ergebnisse der durch gutes Wetter gestützten Saison könnten daher besser bewertet werden als im Vorjahr. Kennzeichnend für den Herbst 2013 war der Information zufolge, dass Bäume stark unter Preisdruck standen; viele Kleinstaufträge erforderten einen erhöhten Bearbeitungsaufwand, so der LV Rheinland.

Nach Einschätzung aus Hannover steigt die Nachfrage nach gebietsheimischen Gehölzen, ohne dass jedoch die Nachfrager wüssten, was sich hinter dem Begriff „gebietsheimisch“ verberge – diese Tendenz lasse sich nicht positiv werten.


Einzelhandel: Verluste aus dem Frühjahr nicht aufzuholen
Trotz mildem Wetter verzeichnete der Einzelhandel im Norden nur ein mäßiges Herbstgeschäft 2013. Nach Einschätzung des BdB-Landesverbandes Weser-Ems lag dies auch an der vergleichsweise zu geringen Kundenfrequenz in den Einkaufsstätten für Gehölze. Milde Temperaturen sorgten dafür, dass sommerliche Balkon- und Terrassenbepflanzungen teilweise bis in den November hinein intakt blieben, so der Landesverband Schleswig-Holstein.

Etwas mehr Kundenfrequenz wäre im rheinischen Einzelhandel wünschenswert gewesen, die sonst umsatzstarken Samstage fehlten im Herbst 2013, und Verluste aus dem Frühjahr ließen sich auch mit dem ansonsten befriedigenden Geschäftsverlauf nicht ausgleichen. Einen sehr verhaltenen Einzelhandelsabsatz verzeichnet der Landesverband Sachsen für die Saison und sieht Ursachen dafür im Witterungsverlauf sowie den Folgen des Hochwassers. Der Landesverband Hessen bezeichnete die Saison „als schlechtesten Herbst seit Jahren“.

Die komplette Umfrage zum Herbstgeschäft 2013 in den Baumschulen sowie die Bewertung der Landesverbände nach Schulnoten finden Sie in der aktuellen TASPO 01/14. (ks/ts)