Grüne Branche

Taube Nüsse

Pflanzenschutztipps für den Endverkauf
Öfter kann man beim Nüsse knacken feststellen, dass diese hohl sind. Die Ursache:
Das Weibchen des Haselnussbohrers (Rüsselkäfer) bohrt mit seinem Rüssel im Sommer die noch weichen und unreifen Früchte an und legt je ein Ei in die Früchte. Das Bohrloch vernarbt zunächst wieder völlig.

Haselnussbohrer-Larve

Die aus dem Ei geschlüpfte Larve frisst den Nusskern. Die befallenen Früchte entwickeln sich zwar zu einer normalen Größe, sie verfärben sich jedoch vorzeitig. Ist die Larve ausgewachsen, bohrt sie sich wieder aus der nun leer gefressenen Frucht heraus.
Zur Überwinterung begibt sie sich in den Boden und verpuppt sich erst im darauffolgenden Frühjahr. Im Frühsommer erscheinen dann wieder die Käfer und der Kreislauf ist geschlossen.

Zur chemischen Bekämpfung sind keine Präparate vorhanden. Am besten ist es, wenn man die befallenen Früchte abpflückt, solange die Larve sich noch in den Nüssen befindet.
Wenn die Haselnusssträucher trotz reichhaltiger Blüte wenig oder keine Früchte ansetzen, sollten wegen der Befruchtungsverhältnisse (Windbefruchter) mehrere Sträucher auf relativ engem Raum zusammen gepflanzt werden.

Weitere Pflanzenschutztipps auch in Ausgabe 09/ 2012 Deutsche Baumschule.