Grüne Branche

Testlauf für das erste digitale Totengeläut in Mannheim

Der Friedhof in Mannheim Käfertal hat eine neue digitale Läuteanlage bekommen, denn dem ältesten und größten Vorortfriedhof in Mannheim fehlte bislang eine solche Totenglocke. Möglich geworden ist die Anschaffung der ersten digitalen Läuteanlage in Mannheim durch Spenden und das Engagement der Geschichtswerkstatt Käfertal. Rund 3.000 Euro wurden in der Bürgerschaft gesammelt, weitere 2.000 Euro steuerte der Bezirksbeirat Käfertal aus seinem Budget dazu. Am 15. Mai fand ein erster Testlauf vor Ort statt und Bürgermeisterin Felicitas Kubala startete die „Hörprobe“ im Beisein der Sponsoren und Bürgern.

Bürgermeisterin Felicitas Kubala drückt den Startknopf. Foto: Stadt Mannheim

Die neue Läuteanlage bildet einen weiteren Schritt der Sanierungsarbeiten rund um die Käfertaler Trauerhalle, die 2012 begannen. Mittlerweile hat die Stadt rund 60.000 Euro investiert, für einen neuen Anstrich der Halle und ihrer Nebenräume, die Rekonstruktion des Kreuzes in der Apsis, die Anschaffung weiterer Stühle, eine neue Lautsprecheranlage, eine bessere Beleuchtung und für neue Bänke. Jährlich finden in der Käfertaler Trauerhalle mehr als 200 Bestattungen statt und das mit meist großen Trauergemeinden. Die Käfertaler Trauerhalle gehört aber zu den kleinsten in Mannheim.

Bei einer Zählung von Februar bis Juli 2012 wurde festgestellt, dass von den rund 4.800 Besuchern rund 1.300 keinen Platz in der Halle finden konnten, was bedeutet, dass etwa jeder vierte Trauergast nicht in der Halle sitzen kann. Deswegen wird derzeit über ein Vordach im Außenbereich der Halle nachgedacht. Der Käfertaler Friedhof ist der älteste Mannheimer Friedhof. Er wurde 1832 und damit zehn Jahre vor dem Mannheimer Hauptfriedhof gebaut und ist 70.867 Quadratmeter groß. Der Eigenbetrieb Friedhöfe Mannheim verwaltet und unterhält die zehn städtischen Friedhöfe mit insgesamt rund 70.000 Grabstätten. fk