Grüne Branche

Teure Antwort: Scheinbarer Auftrag entpuppt sich als Gebührenfalle

Eigentlich soll der Valentinstag Anlass zur Freude sein. Freude bei denen, die von einem lieben Menschen mit einem - vielleicht blumigen - Präsent bedacht werden und Freude beim Handel, insbesondere den Floristen, über einen stärkeren Umsatz in einer sonst absatzarmen Zeit. Nun scheint der Valentinstag als Anlass für einen Betrug noch nicht bekannten Ausmaßes missbraucht worden zu sein. Ein vermeintlich als Auftrag getarntes Fax verursacht bei Rückantwort hohe Telefonkosten. Wie uns der Inhaber eines Blumengeschäftes mitteilte, fand er Samstagmorgen ein Fax der Firma Hunold & Naum aus Bamberg vor, in dem sie anfragte, ob es möglich sei, einen Gutschein des Blumenhauses im Wert von 100 Euro an einen ihrer Kunden zu liefern. Um die Auslieferung pünktlich zum Valentinstag zu gewährleisten, wurde gebeten, die Zahlungsmodalitäten per Fax mitzuteilen. Da die genaue Adresse auf dem Briefkopf des Fax nicht angegeben war, suchte der Inhaber die Adresse auf einer Telefon-CD, allerdings vergeblich. Auch die auf der Anfrage angegebene Internetadresse entpuppte sich als "Baustelle". Die angegebene Fax-Nummer für die Rückantwort begann mit 0900, die Vorwahl von Bamberg aber mit 0951. Der Inhaber reagierte nicht weiter auf die Anfrage. Kurze Zeit später warnte die Fleurop AG ihre Partner vor diesem Fax, denn bei einer Rückantwort werden 29,83 Euro Bearbeitungsgebühr pro Anwahl in Rechnung gestellt.

Wie von der Fleurop zu erfahren war, gingen seit Samstag bei ihr unzählige Anrufe von betroffenen Floristen bundesweit ein. Die Fleurop AG verhandelt zurzeit noch mit der Bundesnetzagentur über die Stornierung der Gebühren. Die betreffende Nummer ist inzwischen gesperrt. Ihren Partnern rät die Fleurop, Anzeige bei der Kriminalpolizei zu erstatten und Widerspruch beim Telefonanbieter einzulegen, sollte die Gebühr auf der Telefonrechnung erscheinen.