Grüne Branche

They all come back: Old Church Cemetery im Süden Irlands

Napoleons Leibarzt, Ertrunkene des versenkten Dampfers Lusitania und ein Boxer, der es vom Kohlenschaufler zum Millionär brachte und verarmt auf der Straße starb – von diesen Schicksalen erzählt der Friedhof der südirischen Hafenstadt Cobh, Ausgangspunkt für Millionen Iren, die in alle Welt auswanderten.

Irische Kreuze, wie auf dem Foto im Vordergrund zu sehen, zieren zahlreiche Grabsteine auf dem Friedhof in Cobh. Foto: Glauert

„Irlands erfolgreichster Export waren seine Menschen!“ Bitterkeit und Sarkasmus liegt in der Stimme des Hafenarbeiters in Cobh. Hunger, Armut und Unterdrückung trieben die Iren ins Exil, und genau hier war ihr Notausgang. Seit 1815 gingen drei Millionen Auswanderer in Cobh an Bord der Schiffe, die sie in eine bessere Zukunft tragen sollten. Die kleine Hafenstadt an der Südküste Irlands wird heute noch gerne von Kreuzfahrtschiffen angelaufen, deren Touristen sich in den Gassen und Geschäften vergnügen. Keiner von ihnen findet den steilen Weg hinauf zum alten Friedhof, der doch so viel vom irischen Schicksal zu erzählen weiß. Lesen Sie mehr in der März-Ausgabe der Friedhofskultur ab Seite 35.