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Thüringer Baumschulen: aus der Region, für die Region

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Die Thüringer Baumschulen verstehen sich als kompetente Ansprechpartner des GaLaBaus in Sachen Gehölzauswahl und -lieferung. Insgesamt 16 Baumschulen aus allen Teilen Thüringens und alle Mitglied im Bund deutscher Baumschulen (BdB) haben sich zu einem Verbund mit eigenem Qualitätssiegel zusammengetan. Regionalität wird bei ihnen großgeschrieben.

Jeden Donnerstag treffen sich die Betreiber der Thüringer Baumschuler auf dem Gelände der Gärtnereibedarf Kammlott GmbH in Erfurt, um auf der Börse ihre Ware zu tauschen. Foto: Ralf Kammbach

Thüringer Gehölze optimal an regionales Klima angepasst

Als einen ihrer Vorteile nennen die Thüringer Baumschulen die ausgesprochen hohe Klimaverträglichkeit ihrer Gehölze. Das Klima in Thüringen ist kontinentaler als im Westen und Norden Deutschlands mit kälteren Wintern und trockeneren Sommern. Die durchschnittlichen, jährlichen Niederschläge liegen bei etwa 450 Millilitern.

Ein weiterer Vorteil: Ihre Gehölze seien optimal an das regionale Klima angepasst und daher auch für den Endstandort in der Region bestens geeignet – ein Argument, das angesichts des Klimawandels immer schwerer wiegt. Denn die regionale Produktion wird künftig vermutlich wieder wichtiger.

Baumschulen punkten mit kurzen Transportzeiten

Darüber hinaus punkten die Thüringer Baumschulen in Zeiten hoher Transportkosten durch kurze Transportzeiten und eine sehr gute Öko-Bilanz. Die Ware kommt frisch auf die Baustelle, und die Baumschulen können kurzfristig auf Kundenwünsche reagieren.

Mit über 15 Hektar Anbaufläche und 27 Arbeitskräften ist die Baumschulen Oberdorla GmbH der größte Produktionsbetrieb innerhalb des Verbunds, produziert werden hauptsächlich Obstgehölze und Rosen im Freiland und im Container. Für den Privatgarten hat die Baumschule spezielle Sorten und Qualitäten im Sortiment, wie beispielsweise U- und Doppel-U-Spaliere.

(Wild)Rosen, Obst- und Ziergehölze

Bereits seit 130 Jahren und in fünfter Generation werden die Rönigk Baumschulen in Bad Langensalza betrieben. Auf zwölf Hektar Anbaufläche produziert der Betrieb Rosen in über 200 Sorten als Strauch und Stamm. Daneben kultiviert Rönigk auch Obstgehölze – vor allem Beerenobst – sowie Ziergehölze im Freiland und Container.

In Dornburg-Camberg leitet Carola Rosenhahn seit über 25 Jahren den Pflanzenhof Zöthen. Sie produziert in erster Linie Laubgehölze als Strauch und Heister (2xv) sowie Ziersträucher (3xv MB). Darüber hinaus hat sie sich auf Wildrosen spezialisiert.

Von Alleebäumen über Wildsträucher bis hin zu Bonsais

Das Angebot der Deegen Baumschulen in Bad Köstritz reicht von Alleebäumen und Obst (in 2xv bis 3xv) über Wildsträucher, Heckenpflanzen und Heister bis zu Koniferen und immergrünen Laubgehölzen. Außerdem gehören Rosen sowie Bonsais, Solitäre und Starkbäume, aber auch Bodendecker zum Sortiment.

Die Baumschule Kammbach in Kloster Veßra im Süden Thüringens ist ein reiner Containerbetrieb. Auf 1,2 Hektar Container- und Verkaufsfläche produziert das Unternehmen Zier- und Wildgehölze, Alleebäume und Beerenobst sowie Bodendecker.

Schlingpflanzen und Trauben aus Thüringen

Ein Vollsortiment an Schlingpflanzen und Trauben hat Jähler Baumschulen zu bieten. Außerdem Alleebäume im Container, Laub- und Nadelgehölze, Bodendecker sowie Obstgehölze und von denen vor allem alte Sorten. Darüber hinaus produziert Jähler auch Rhododendren.

Insgesamt verfügen alle 16 Thüringer Baumschulen über etwa 100 Hektar Anbaufläche.

Mehr zu den Thüringer Baumschulen und dem Börsensystem des Verbunds lesen Sie in der TASPO 06/2019.