Grüne Branche

Tochter Greenhouse-Power: Mit Abwärme heizen - neue Projekte geplant

Um individuelle Lösungen für Betriebe zu erarbeiten und generelle Energieversorgungsaufgaben zu übernehmen, hat Landgard die Tochtergesellschaft Greenhouse-Power gegründet. Aktuelle Beispiele sind hier die Shell-Raffinerie in Heide/Hemmingstedt, die verschiedene Feuerungsanlagen zur Ölerhitzung und Dampferzeugung betreibt. Im Produktionsprozess bleiben restliche Energiemengen ungenutzt, da die Temperaturen keine weitere Energienutzung in der Raffinerie erlauben. Sie sind jedoch ausreichend, um Gewächshäuser mit ausreichender Heizenergie zu versorgen. Landgard hat sich nach eigenen Angaben für die Nutzung dieses Abwärmepotenzials eingesetzt, so dass sich in der Nähe Gartenbaubetriebe ansiedeln und von den attraktiven Heizenergiepreisen profitieren können. Ein weiteres Projekt ist "Gardenlands" in Neurath. Hier soll über die Green-house-Power eine Dampfauskopplung aus dem Braunkohlekraftwerk Grevenbroich-Neurath von RWE Power vorgenommen werden. Derzeit baut die RWE Power am bestehenden Kraftwerkstandort für 2,2 Milliarden Euro eine Braunkohle-Doppelblockanlage der modernsten Kraftwerksgeneration. Da die Vorlauftemperatur ausreichend hoch ist, wird mit einer sehr intensiven Energieeinsparung gerechnet. Die Kosten der Heizenergieversorgung sollen sich für Unternehmen, die sich in "Gardenlands" ansiedeln, gegenüber den üblichen Heizenergiekosten auf etwa die Hälfte reduzieren.