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Tomaten bleiben deutsches Lieblingsgemüse

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Die Tomate bleibt das Lieblingsgemüse der Deutschen. 24,9 Kilogramm hat jeder Bundesbürger nach Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Wirtschaftsjahr 2013/2014 gegessen und damit exakt so viel im Vorjahreszeitraum. Mit 16,4 Kilogramm entfallen davon etwa knapp zwei Drittel laut BLE auf verarbeitete Tomaten – in Form von Saft, Mark oder getrockneten Tomaten.

Ochsenherz-Tomaten. Foto: BLE

Weniger Tomaten nach Deutschland importiert

Gesunken ist hingegen nach ersten Berechnungen die Menge der im Kalenderjahr 2014 aus dem Ausland in die Bundesrepublik importierten Tomaten. Rund 701.000 Tonnen wurden demnach im vergangenen Jahr nach Deutschland eingeführt, sieben Prozent weniger als im Vorjahr. Hauptlieferland innerhalb der EU sind dabei die Niederlande mit mehr als 390.000 Tonnen, gefolgt von Spanien mit rund 164.000 Tonnen.

Darüber hinaus wurden im vergangenen Jahr auch von außerhalb der EU Tomaten nach Deutschland importiert. An der Spitze liegt hier Marokko mit knapp 50.000 Tonnen, was mehr als 87 Prozent der Liefermenge aus Drittländern entspricht. Wie die BLE betont, handelt es sich hierbei jedoch um vorläufige Angaben, beruhend auf der Außenhandelsstatistik vom Februar dieses Jahres. Abweichungen sind bis zum Vorliegen der endgültigen Außenhandelsdaten möglich.

Fleischtomaten erleben eine Renaissance

Wie es weiter heißt, erlebt insbesondere die Fleischtomate seit einigen Jahren eine Renaissance. „Ihre großen, süßen und geschmackvollen Früchte eignen sich für Salat oder als Brotbelag, vor allem aber für selbstgemachte Suppen und Soßen. Die ‘Berner Rose’, das ‘Italienische Ochsenherz’ oder ‘Olena Ukraina’ sind nur drei aus geschätzten 15.000 Sorten“, erklärt Bio-Landwirt Christian Herb, der im Allgäu alte Tomaten-, Chili-, Zucchini- und Kohlsorten kultiviert. Kinder wiederum schätzen die ein bis zwei Gramm schweren Johannisbeertomaten zum Naschen, so Herb weiter.