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Tomaten: Unterglasanbau wächst

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Der deutsche Tomatenanbau ist zurück auf der Erfolgsspur. Wie die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) meldet, ist die Erntemenge nach 2 Jahren kleinerer Erträge wieder gestiegen. Ein Grund: In den letzten 17 Jahren ist die Fläche für den Unterglasanbau um mehr als ein Fünftel gestiegen.

Die Anbaufläche für Tomaten in Deutschland wächst stetig, nicht nur unter Glas. Foto: Fotolia Webart

85.000 Tonnen Tomaten geerntet – Unterglasanbau wächst

Wie das statistische Bundesamt berichtet, ernteten deutsche Produzenten im vergangenen Jahr fast 85.000 Tonnen Tomaten. Damit stieg die Erntemenge im Vergleich zu 2013 um 22 Prozent. So liege das Ergebnis laut AMI deutlich über der durchschnittlichen Wachstumsrate von elf Prozent (errechnet ab dem Jahr 1992).

Außerdem wächst die Anbaufläche für den Unterglasanbau stetig weiter. 330 Hektar Anbaufläche entsprechen einem Anstieg um 22 Prozent seit 1997. Damit entfiel rund ein Viertel des gesamten Unterglasanbaus auf die Produktion von Tomaten. Produktionsschwerpunkte liegen in Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen. Diese 3 Bundesländer machen zusammen rund 51 Prozent der gesamtdeutschen Fläche aus. Dahinter folgen mit Thüringen, Brandenburg und Schleswig-Holstein weitere Bundesländer, in denen die Anbaufläche jeweils mehr als 20 ha beträgt.

Jeder Deutsche isst 8,6 Kilogramm Tomaten

Obwohl Anbaufläche und Ertragsmenge nach oben klettern, kann die Nachfrage an Tomaten bisher nicht von deutschen Erzeugern allein gedeckt werden, so die AMI. Seit 1994 hat der Import um 17 Prozent zugelegt. 2014 stammten 740.000 Tonnen der in Deutschland vertriebenen Ware aus dem Ausland. Verbraucher in der Bundesrepublik verzehrten im vergangenen Jahr rund 8,6 Kilogramm Tomaten pro Kopf.