Grüne Branche

Top Ten im Wandel

Veitshöchheim aktualisiert die Liste der besten Obstsorten für den Endverkauf
Der Gehölztag 2012 an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) war den „besseren Obstsorten für den Endverkauf“ gewidmet. Damit aktualisierten die Veitshöchheimer ihre Empfehlungsliste, die Endverkaufsbetriebe gern zur Orientierung nutzen.

Mit einem fulminanten Ritt durch das komplette Obstsortiment für den Hausgarten, einschließlich dem Wildobst, brachten Hubert Siegler und Roman Döppler unter der Leitung von Klaus Körber die rund 100 Tagungsteilnehmer auf den neuesten Kenntnisstand der Sichtungsergebnisse. Dabei war die Veranstaltung zweigeteilt: Im Vormittagsprogramm erläuterten Döppler und Siegler während ihres gemeinsamen Vortrags in den Veitshöchheimer Mainfrankensälen ihre aktuellen Sortenempfehlungen für die Verwendung im Hausgarten. Nach der Mittagspause wechselte die Veranstaltung mit dem Versuchsgelände „Stutel“ ihre Lokalität. Dort hatten Döppler und Siegler Führungen durch den Versuchsbetrieb organisiert – mit Sichtung und Verköstigung zahlreicher am Morgen theoretisch besprochener Obstsorten. Die LWG präsentierte eine Sortenausstellung von ‘Alkmene’ bis ‘Weiki’. Sie bot die Verkostung von Tafeltrauben und Herbstäpfeln ebenso an wie Führungen durch den Versuchsbetrieb, zu Themen wie Obst, Rosen und Bäume.

Überarbeitung
der Empfehlung
Etwa alle vier Jahre fahren die Veitshöchheimer ein solches Update ihrer Sortenempfehlungen mit dem Ziel, ihre eigenen Sichtungsergebnisse im stets sich weiter entwickelnden Sortenmarkt für Baumschulen und gärtnerische Endverkaufsbetriebe praxisgerecht weiterzugeben. Zur „Profilierung im Endverkauf durch die besten Obstsorten“, wie die Obstexperten es in ihrer Einladung zur Tagung formuliert hatten.
Bei seinen Sortenerläuterungen griff Siegler zunächst das Augenrollen der Praktiker auf, das da lautet: „Nicht schon wieder neue Sorten!“ Er sei sich einer gewissen Sortenflut in der Branche durchaus bewusst, so Siegler. Doch könne man sich dem Besseren nicht verschließen. Und weil dieses Bessere sich früher oder später im Markt durchsetze, sei frühzeitige Information darüber und eigene Orientierung geboten, um sich in der Fachlichkeit des Obstverkaufes seines Betriebes nicht vom Wettbewerb überholen zu lassen.
Siegler griff den Wunsch der Endverbraucher nach gesundem Obst aus dem eigenen Garten auf, gepaart mit dem Verlangen, es „nicht spritzen zu müssen“. Er sagte: „Die resistente Sorte ist der beste Pflanzenschutz. Und dabei ist die richtige Sorte das A und O“.

Den ganzen Artikel sowie eine tabellarische Apfelsortenübersicht lesen Sie in Ausgabe 10/ 2012 Deutsche Baumschule.