Grüne Branche

Torf- und Humustag: Es kann nicht nur einen geben

Traditionell trifft sich die Branche Mitte Oktober zum Torf- und Humustag in Bad Zwischenahn. Und mit etwa 220 Besuchern war die 47. Ausgabe dieser Veranstaltung wieder gut besucht. Auch wenn dieses Jahr für die Torf- und Erdenindustrie weniger zufriedenstellend verlief, wie Stefan Patzer, Sprecher der Fachabteilung Substrate, Erden, Ausgangsstoffe des Industrieverbandes Gartenbau (IVG), in seiner Begrüßung ausführte.

Die Torfflächen des Baltikums dienten zu russischen Zeiten vornehmlich der Energiegewinnung. Heute wird für die Blumenerden- und Substratproduktion geerntet. Foto: Iris Anger

Gestaltete sich das Frühjahr noch positiv, wurde aufgrund des verregneten Sommers in Deutschland 18 Prozent weniger Torf geerntet, im Baltikum waren es sogar 47 Prozent. Hinzu kamen höhere Energiekosten, die sich in der Fertigung und Logistik niederschlugen. Außerdem gingen alternative Ersatzstoffe zunehmend in die thermische Verwertung und werden dadurch knapp, sagte Johannes Welsch, Geschäftsführer des IVG.

Als Reaktion auf die andauernde Kritik seitens der Umweltverbände am Torf-Einsatz, die auch auf mangelnden Informationen basiere, kündigte Welsch an, dass der IVG bis zur nächsten Saison ein Internetportal unter der Webadresse www.warum-torf.info entwickeln werde, auf dem sich Medienvertreter, Umweltverbände, Endverbraucher, aber auch Marktteilnehmer informieren könnten.

Erfahren Sie mehr über vergleichende Ökobilanzen, die Situation im Baltikum und über geplante Zertifizierungssysteme in der aktuellen TASPO Ausgabe 51/2012.

Der nächste Torf- und Humustag findet am 24. Oktober 2013 wieder in Bad Zwischenahn statt. (ts)