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Torfminderung: BMEL fördert Forscher-Nachwuchs

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Das Thema Torfminderung und Torfersatzprodukte nimmt eine immer größere Bedeutung im Gartenbau ein. Der politische Druck auf die Produktion wächst, soll doch ein Torfausstieg im Erwerbsgartenbau weitestgehend bis 2030 realisiert werden. Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) fördert daher Nachwuchs-Forschergruppen auf dem Gebiet Torfersatz im Gartenbau.

Das BMEL hat einen Förderaufruf an den akademischen Nachwuchs gerichtet. Symbolfoto: Green Solutions

Torfausstieg bis 2030 gefordert

Die politischen Vorgaben der Bundesregierung besagen, dass der Erwerbsgartenbau bis 2030 weitgehend auf Torf als Substratkomponente verzichten soll. Der Torfausstieg im Freizeitgartenbau soll bereits einige Jahre zuvor komplett vollzogen werden. Diese Vorgaben und Ziele sind Teil der Klimaschutzpläne der Bundesregierung. Es wurde bisher viel über diese Pläne diskutiert und im Bereich der Forschung viel experimentiert, um geeignete Ersatzprodukte zu finden. Um diese Entwicklung weiter voranzutreiben, soll speziell der akademische Nachwuchs Anreize in Form finanzieller Förderung vom BMEL erhalten, weshalb das Ministerium nun einen bundesweiten Förderaufruf gestartet hat.

Förderaufruf richtet sich an Nachwuchs-Forscher:innen

Laut Förderaufruf des BMEL soll der akademische Nachwuchs zum Thema Torfminderung im Gartenbau bei der Suche nach innovativen Lösungen unterstützt werden. Dabei sollen mehrere Gruppen mit jungen Wissenschaftler:innen an Forschungseinrichtungen in Deutschland, die bis zu fünf Jahre zu Aspekten der Torfminderung im Gartenbau arbeiten, Fördergelder erhalten. Die Gruppen dürfen dabei eine maximale Anzahl von fünf Mitgliedern vorweisen und von einem bis zwei Postdoktoranten geleitet werden. Der entsprechende Förderaufruf ist bis zum 10. März 2022 befristet und steht bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe unter diesem Link online. Die Förderung erfolge im Rahmen des Förderprogramms „Nachwachsende Rohstoffe” (FPNR) und werde aus Mitteln des Sondervermögens „Energie- und Klimafonds“ der Bundesregierung finanziert.

Förderfähige Themen

Zu den förderfähigen Themen des Aufrufs zählen die Gewinnung und Aufbereitung geeigneter Torfersatzstoffe, die Erzeugung torffreier und auch torfreduzierter Gartenerden und Kultursubstrate daraus und deren richtige Anwendung. Interessant erscheinen in diesem Zusammenhang Torfersatzstoffe aus Holz, Paludi-Biomasse oder biogene Reststoffe. Bei der Anwendung kommt unter anderem der Ursachenforschung in puncto Pflanzenschäden eine wichtige Rolle zu, die durch Torfersatzstoffe ausgelöst werden.

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