Grüne Branche

UK: JCB vor Produktion von Gehäusen für Beatmungsgeräte

, erstellt von

Die Corona-Pandemie hat in ganz Europa erhebliche Konsequenzen und Einschränkungen hervorgerufen. So auch in England, wo ebenfalls zahlreiche Betriebe vorerst schließen mussten. Davon betroffen war auch der Landmaschinenhersteller JCB, der die Produktion jetzt aber wieder aufnehmen will, nur sollen dann keine Landmaschinen hergestellt werden.

Aufruf zur Produktion von Beatmungsgeräten

Die J.C. Bamford Excavators Limited (JCB) ist ein britischer Hersteller von Bau-, Industrie- und Landmaschinen mit Hauptsitz in Rocester, Staffordshire. Das von Joseph Cyril Bamford gegründete Unternehmen beschäftigt weltweit rund 10.000 Mitarbeiter und befindet sich nach wie vor im Privatbesitz der Familie Bamford. Doch auch JCB musste seine Produktionsstätten kürzlich schließen, um die Verbreitung des Corona-Virus‘ einzudämmen. Kurz nach den Schließungen kam allerdings Anfang März ein direkter Aufruf des Britischen Premierministers Boris Johnson. Wie in vielen europäischen Staaten stehen in den Kliniken zu wenige Beatmungsgeräte bereit, um die große Zahl der schwer Erkrankten zu beatmen. Johnson rief JCB daher dazu auf, behilflich zu sein, den Mangel an Beatmungsgeräten zu beheben.

Produktion von 10.000 Gehäusen sei vorgesehen

JCB-Chairman Lord Bamford versprach Johnson dabei auf jede erdenkliche Art und Weise behilflich zu sein und mobilisierte unmittelbar ein Forschungs- und Ingenieurteam, um mögliche Wege zur Unterstützung zu prüfen. Benötigt wurden lediglich wenige Tage, bis der erste Prototyp eines Gehäuses für Beatmungsgeräte fertiggestellt war. Die ersten Prototypen der Gehäuse wurden an Dyson geliefert. Nun sei JCB bereit, die Produktion in einer Fabrik aufzunehmen, die aufgrund der Coronavirus-Krise fast zwei Wochen lang geschlossen war. Doch anstatt Kabinen für Bagger herzustellen, wird das Werk mobilisiert, um die speziellen Metallgehäuse für die völlig neue Konstruktion der Beatmungstechnik von Dyson herzustellen. Die Produktion von mindestens 10.000 Gehäusen sei vorgesehen, sobald Dyson die behördliche Genehmigung dafür erhält.

„Waren sofort entschlossen, zu helfen“

„Als der Premierminister an uns herantrat, waren wir als britisches Unternehmen sofort entschlossen zu helfen. Dieses Projekt wurde innerhalb weniger Tage vom ersten Entwurf bis zur fertigen Produktion entwickelt und ich freue mich, dass wir in der nationalen Krise die Fähigkeiten unserer talentierten Ingenieurs- und Produktionsteams so schnell einsetzen konnten. Es handelt sich um eine globale Krise und wir werden die Herstellung weiterer Beatmungsgeräte unterstützen, wenn diese auch in anderen Ländern der Erde benötigt werden“, erklärte der JCB-Chairman Lord Bramford.

Cookie-Popup anzeigen