Grüne Branche

Umbettung einer Friedhofsurne nur in besonderen Ausnahmefällen

Die Umbettung einer Urne ist nur in besonderen Ausnahmefällen zulässig. Wie das Verwaltungsgericht Berlin mitteilt, wäre ein Grund, wenn der Besuch der bisherigen Grabstätte für den Hinterbliebenen in unzumutbarer Weise erschwert oder gar unmöglich gemacht werde. Dies lag in dem Urteil der 21. Kammer vom 26. September 2011 (VG 21 K 145.11) jedoch nicht vor.

Der Kläger hatte im Dezember 2005 die Bestattung seiner verstorbenen Großmutter in einem Urnengrab des städtischen Friedhofs in Berlin-Adlershof in Auftrag gegeben und ein 20-jähriges Nutzungsrecht hieran erhalten. Nachdem er Ende 2010 seinen Wohnsitz nach Friesland verlegt hatte, beantragte er beim Friedhofsamt Tempelhof-Schöneberg die Zustimmung zur Umbettung der Urne, weil seine Großmutter ihn am Sterbebett gebeten habe, ihr Grab zu pflegen, solange er dazu körperlich in der Lage sei. Außerdem könne er sich eine Grabpflege in Berlin finanziell nicht leisten. Das Friedhofsamt lehnte den Antrag ab. Mehr zu dem Thema Umbettungen lesen Sie auch in dem Beitrag in der Dezember-Ausgabe ab Seite 10).