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Umfrage: Bedeutung von Pflanzen während Pandemie

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In einer kürzlich veröffentlichten Umfrage hat das Blumenbüro Holland (BBH) den Effekt von COVID-19 auf den Konsum von Blumen und Pflanzen in verschiedenen Ländern untersucht. Vor allem im Homeoffice sei die Bedeutung von Pflanzen deutlich gestiegen.

Pflanzen machen für den Großteil der Befragten das Arbeiten im Homeoffice angenehmer. Foto: cottonbro/ Pexels

Verschiedene Vorgaben in den Zielländern

Die Marketingorganisation BBH hatte im Herbst die Marktforschungsagentur Motivaction beauftragt, den Effekt von COVID-19 auf den Konsum von Blumen und Pflanzen in den einzelnen Zielländern zu erforschen. Die zweite Corona-Welle stand zu dem Zeitpunkt gerade am Beginn und in den einzelnen Ländern galten verschiedene Vorgaben. Deutschland befand sich zum Zeitpunkt der Studie in keinem Lockdown, die Verkaufsstellen waren alle geöffnet. In den Niederlanden galt ein Teil-Lockdown, das Vereinte Königreich befand sich hingegen im vollständigen Lockdown und auch Frankreich begab sich zum Studienzeitpunkt in den kompletten Lockdown.

Blumen und Pflanzen machen Homeoffice angenehmer

Insgesamt gaben 60 Prozent der Konsumenten an, dass Blumen und Pflanzen die eigene Wohnung und vor allem das Homeoffice angenehmer machen, da man sich aktuell viel mehr Zuhause aufhalte. Betrachtet man einzelne Zielgruppen, so gaben etwas unter 60 Prozent der Millennials an, dass ihr Homeoffice durch Zimmerpflanzen angenehmer werde, bei der Kernzielgruppe „Aesthetic Explorers“ lag der Wert mit 76 Prozent sogar noch deutlich höher. Im Vergleich mit den Zahlen vor der Corona-Krise sind diese Werte im Schnitt um 10 Prozent gestiegen. Während der Krise boten immer mehr Floristen und Gartencenter Lieferdienste an. 27 Prozent der Befragten gaben an, sich seit Beginn der Krise Blumen und Pflanzen geliefert lassen zu haben. Rund 25 Prozent gaben an, öfter Blumen zu kaufen, weil sie mehr zu Hause sind. Auch hierbei sieht man, dass die Millennials in Bezug auf die Lieferung von Blumen und Pflanzen ins Haus positiver reagieren als der Durchschnitt. Sie bestellen öfter online und kaufen auch mehr als der Durchschnitt.

Markt für Blumen und Pflanzen relativ stabil

In Anbetracht der eigenen finanziellen Situation gaben rund 60 Prozent der Befragten an, dass die zukünftig auch weiterhin für sich und auch andere genauso viele Blumen kaufen werden, wie bisher. Lediglich 18 Prozent gaben an, weniger kaufen zu wollen, wohingegen 10 Prozent die Absicht geäußert haben, mehr Blumen und Pflanzen kaufen zu wollen. Besonders in den Niederlanden und Frankreich wollen die Befragten weniger Geld für Blumen und Pflanzen ausgeben. Die Millennials hingegen gaben an, öfter Blumen kaufen zu wollen. In Deutschland und dem Vereinigten Königreich wirkte der Markt zum Zeitpunkt der Studie stabil. Mitte Februar soll die Studie nochmals wiederholt werden, um Vergleichswerte zu bekommen, wie sich die strengeren Vorgaben der Länder zu Jahresbeginn auf das Konsumverhalten ausgewirkt haben. Die Resultate werden gegen Ende März erwartet.  

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