Grüne Branche

Umfrage: Frühjahrsblüher in der Warteschleife

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Lang anhaltende Minustemperaturen und Schnee und Eis bis über den kalendarischen Frühlingsanfang hinaus sorgten in der Grünen Branche für Frust und teilweise für Zwangspausen. Die TASPO hat nachgefragt, wie es derzeit hinter den Gewächshaustüren aussieht.

Absatz von Blumen und Pflanzen bleibt wetterabhängig

„Die Zierpflanzen-Produzenten werden durch den langen Winter und das frühe Osterfest vor besondere Herausforderungen gestellt“, zieht Gabriele Harring, Referat Zierpflanzenbau, Bundesverband Zierpflanzen (BVZ) im Zentralverband Gartenbau (ZVG), ein erstes Resümee auf Anfrage der TASPO. Laut Harring können die Frühjahrsblüher nicht im geplanten Maß abfließen, und der dringend für die Folgekulturen benötigte Platz steht oft noch nicht zur Verfügung.

„Hier ist jetzt der grüne Daumen und hohe Flexibilität gefordert, um die Kultursicherheit zu gewährleisten, die erwartet wird. Das Wetter bleibt für den Absatz von Blumen und Pflanzen nach wie vor einer der größten Unsicherheitsfaktoren, auf die sich die Unternehmer nur bedingt einstellen können. Noch sind wir allerdings optimistisch, dass auch 2018 ein gutes Jahr für den Absatz von Blumen und Pflanzen werden wird“, so Harring.

Fast nur vorbestellte Pflanzen abverkauft

Große Schwierigkeiten mit den Frühlingsartikeln gab es auch im Süden, wie Gerhard Friedrich, Gartenbau Friedrich (Friedrichshafen), gegenüber der TASPO berichtet. „Man wünschte sich, keine zu haben, und die Überlegungen sind stark, die Mengen für 2019 drastisch zu senken. Im Prinzip sind bis jetzt nur vorbestellte Pflanzen abverkauft worden. Das Tagesgeschäft ist praktisch null.“

Dennoch herrsche im Moment überall viel Hoffnung, auch wenn die Vergangenheit laut Friedrich meistens etwas anderes gezeigt habe. „Was bis Ostern keinen Absatz gefunden hat, wird meistens auch nicht mehr benötigt. In der Folge herrscht natürlich überall Platzmangel. 65 Prozent der Violen und Bellis belegen immer noch den Platz, den wir für Beet- und Balkonpflanzen-Ware benötigen würden.“

Umsatz und Pflanzen hinken zwei Wochen hinterher

Bei Engels Pflanzen im rheinländischen Pulheim hat das Geschäft inzwischen angefangen zu brummen. „Die ersten Wochen im Januar liefen mit Indoor- und Outdoor-Artikeln gut, danach gestaltete sich der Absatz sehr schleppend. Wir sind im Vergleich zum Vorjahr rund zwei Wochen hinterher mit Umsatz und Pflanzen. Aber es sieht so aus, als würden wir mit einem blauen Auge davonkommen“, hofft Josef Engels.

Unsere komplette Frost-Umfrage lesen Sie in der TASPO 13/2018, die am 30. März erschienen ist.