Grüne Branche

Umfrage: schlechte Witterung im Frühjahr trübt Geschäft der IVG-Mitglieder

Das überwiegend regnerische und zu kalte Wetter der zurückliegenden Monate trüben das Geschäft der Mitgliedsunternehmen des Industrieverbandes Garten (IVG). Das bestätigt eine aktuelle Umfrage des IVG. 42 Prozent der Firmen geben demnach an, es ginge ihnen schlechter als im Vorjahr. Für 59 Prozent der Unternehmen über alle Produktgruppen hinweg ist die Inlandsnachfrage gegenüber dem Vorjahr gesunken, die Auslandsnachfrage für 38 Prozent. 

Immerhin bewerten 86 Prozent ihre aktuelle Geschäftslage noch als befriedigend bis gut. 25 Prozent vertrauen laut IVG darauf, dass sich ihre geschäftliche Lage im zweiten Halbjahr dieses Jahres verbessern wird.

Die allgemeine, gegenwärtige Lage der Wirtschaft in Deutschland bewerten sogar 59 Prozent mit gut. Für den grünen Markt sehen das derzeit nur 32 Prozent so. Dennoch erwarten diese 32 Prozent, dass der grüne Markt in den kommenden zwölf Monaten wieder wachsen wird.

Besorgt hätten sich laut IVG viele der Mitglieder über die zunehmende Konzentration im Handel geäußert, die – ausgelöst durch die Vorkommnisse um Praktiker – einen weiteren Impuls erhalte. Ebenfalls sehen die Unternehmen die deutlich höhere Preisorientierung der Verbraucher als zukünftiges Risiko an. Für jene Unternehmen, die den Erwerbsgartenbau beliefern, insbesondere die Hersteller von gärtnerischen Kultursubstraten, gebe es Besorgnis über die Solvenz der Abnehmerkreise. Die hohen Verluste an Umsatz bei lebendem Grün zu Beginn des Jahres haben hier einen deutlichen, negativen Einfluss auf die Liquidität der Abnehmer.

Deutliche Einbußen gegenüber dem Vorjahr musste laut Information insbesondere die IVG Fachabteilung Garten Lifestyle hinnehmen. Die dort organisierten Mitglieder sind in den Bereichen Gartenmöbel, dekorativer Hardware, Teichtechnik und Grillen tätig. Sie würden von einer deutlich verschlechterten Geschäftslage berichten, bedingt durch eine gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunkenen Inlandsnachfrage sowie schwachen Impulsen aus dem Ausland.

An der Umfrage beteiligten sich 52 Unternehmen der grünen Branche. (ts/ivg)