Grüne Branche

Umgeflaggte Max Bahr-Märkte werden ab sofort auch einzeln verkauft

Bis jetzt gibt es keinen abschließend verhandelten Vertrag mit einem potenziellen Investor, der umgeflaggte Max Bahr- sowie Praktiker-Standorte übernehmen möchte, um sie gemeinsam mit den Bestandsmärkten unter Max Bahr fortzuführen. Um den Schaden für alle Beteiligten zu begrenzen, konzentriert sich Insolvenzverwalter Christopher Seagon daher nun auch auf Investoren, die nur einzelne Standorte übernehmen wollen. 

Für die insgesamt 54 ehemaligen Praktiker- und seit 2012 auf Max Bahr
umgeflaggten Märkte gibt es laut Seagon bis heute keinen verbindlichen Vertrag mit einem der verbliebenen Interessenten, der Max Bahr als Ganzes übernehmen und unter dieser Marke fortführen möchte. Auch für die bereits im Leerverkauf befindlichen Praktiker-Standorte gibt es bis heute kein unter insolvenzrechtlichen Aspekten annehmbares Angebot innerhalb einer größeren Lösung unter der Baumarktmarke Max Bahr.

Die Anfang Oktober eingereichten Angebote wurden inzwischen intensiv geprüft und verhandelt. Ein insolvenzrechtlich umsetzbarer Vertrag für die umgeflaggten sowie einzelnen Praktiker-Standorte wurde bislang jedoch nach wie vor nicht erreicht. Zudem hätten sich die Interessenten auch mit weiteren Beteiligten des Insolvenzverfahrens einigen müssen. Wie die Interessenten mitteilten, liegen diese Einigungen nicht vor.

Seagon hat deshalb nun entschieden, die Verhandlungen auch mit solchen Interessenten zu intensivieren, die beabsichtigen einzelne oder mehrere, allerdings leerverkaufte Märkte zu übernehmen. Wie diese Interessenten mitteilten, beabsichtigen sie diese Märkte im Falle der Übernahme unter ihrer eigenen Marke fortzuführen. Ein Interesse an der Ware von Max Bahr bestehe daher dann nicht.

Deshalb beginnt kurzfristig an allen Standorten der umgeflaggten Max Bahr Märkte der Leerverkauf – mit täglich wechselnden Angeboten. Der genaue Starttermin für den Abverkauf wird noch gesondert lokal bekannt gegeben. Die Praktiker- sowie sieben umgeflaggte Max Bahr-Märkte befinden sich bereits seit einigen Wochen im Leerverkauf. Die bereits länger laufenden Verhandlungen mit den potenziellen Investoren, die Max Bahr übernehmen und unter dieser Marke auch weiterführen möchten, werden parallel weiter geführt.

„Auch wenn es noch möglich ist, dass umgeflaggte und einzelne Praktiker Märkte für eine eventuell zustande kommende größere Lösung unter Max Bahr von einem Investor übernommen werden können, sind die Weichen jetzt in diese alternative Richtung zu stellen, um die Chancen auf eine bestmögliche Lösung für Gläubiger, Vertragspartner aber auch die Beschäftigten aufrecht zu erhalten“, erläutert Seagon. Viele Wettbewerber, die an einzelnen oder mehreren sogenannten Max Bahr 2-Märkten Interesse bekunden, seien auch an der Übernahme der Beschäftigten interessiert. Konkrete Entscheidungen erwartet Seagon im Laufe des Novembers. (ts/sea)