Grüne Branche

Umsatzeinbußen zu Ostern: Ware staute sich bei den Produzenten

Das Oster- und somit das bisherige Frühlingsgeschäft fiel in diesem Jahr nicht ins Wasser, aber es versteckte sich unter der sprichwörtlichen Schneedecke. Eine Umfrage bei der Vereinigung Deutscher Blumengroßmärkte (VDB) ergab verhaltene Geschäfte bei den Schnittblumen und eine große Zurückhaltung bei blühenden Topfpflanzen.

Vermarktung von Frühlingsware. Foto: Cordula Kropke

Aus Hamburg meldeten Erzeuger, dass rund 70 Prozent der Stiefmütterchen und Primeln vor Ostern noch in den Gewächshäusern standen. Die Gründe lagen natürlich in den klimatischen Bedingungen und bei dem frühen Ostertermin. Viele Verbraucher sind, wenn es um Blumen und Pflanzen geht, der Zeit voraus.

Gleich zu Jahresanfang hohlen sie sich etwa mit Tulpen den Frühling ins Haus. Dadurch ist dann das Osterfest „gefühlt“ ein Markstein nicht für die Mitte, sondern für das Ende des Frühjahrs – dann soll der Sommer beginnen! Mit anderen Worten: nach Ostern (egal, welches Datum) ist die Verbrauchernachfrage nach Frühlingsblühern und Treibgehölzen weitgehend vorbei.

Das traf in diesem Jahr natürlich auch den Systemhandel, der durch feste Abnahmegarantien gebunden ist, aber die Massenware an Frühlingsblühern nicht los wurde. So kam es bei zahlreichen Anbietern zu Preisreduzierungen, die natürlich Auswirkungen auf den Gesamtmarkt hatten.

„Die Preise sind nicht ganz im Keller, aber die Stimmung ist wirklich nicht gut“, erläuterte Frank Schäfer kurz vor Ostern die Situation für den Blumengroßmarkt (BGM) in Karlsruhe. In der eigentlich klimatisch gesegneten Region „hatten wir in den Wochen vor Ostern kein großes Schneeproblem, aber im Schwarzwald sah das schon anders aus“, schließt der BGM-Geschäftsführer an. (mh)

Erfahren Sie mehr zum Thema in der aktuellen TASPO Ausgabe 14/2013.