Grüne Branche

Umsatzsteuer: Pauschalieren künftig eher uninteressant?

Auch wenn gärtnerische Produkte weiterhin dem ermäßigten Steuersatz unterliegen, wirkt sich die für das nächste Jahr angekündigte Mehrwertsteueranhebung auf 19 Prozent nach Meinung von Steuerberater Horst Dieter Riepe (Bad Homburg) erheblich auf die Gärtnereien aus. Die weitaus meisten landwirtschaftlich besteuerten Gartenbaubetriebe in Deutschland würden derzeit noch das Pauschalierungsverfahren nutzen, erwähnte Riepe auf dem Hessischen Gartenbautag am 24. Januar in Friedberg. Angesichts der durch die bevorstehende Umsatzsteuererhöhung bedingten Mehrbelastungen sei es jedoch ab nächstem Jahr vermutlich ratsam, zu optieren statt zu pauschalieren. Viele der von den Gärtnereien eingekauften Betriebsmittel sind dem Regelsteuersatz von künftig 19 Prozent unterworfen. Sie werden damit ab 2007 um drei Prozent teurer. Pauschalierende Betriebe können dies nicht als Vorsteuer geltend machen. Vielleicht werde der Pauschalierungssteuersatz auf elf oder zwölf Prozent erhöht. Hier stellt sich aber die Frage, ob dies am Markt durchzusetzen ist, da gärtnerische Produkte aus den gewerblich besteuerten sowie den optierenden Betrieben einen Mehrwertsteuersatz von nur sieben Prozent haben. Möglicherweise werde die Pauschalierung bald nur noch für die Eigenproduktion anerkannt.