Grüne Branche

Unerschrockener Blick nach Holland: Interview mit Landgard-Geschäftsführer Willi Fitzen

Die Fusion der niederländischen Blumenversteigerungen zur Flora Holland bedeutet für den deutschen Vermarkter Landgard "kein Drohpotenzial vor der eigenen Haustür". Das erklärte Landgard-Geschäftsführer Willi Fitzen im Gespräch mit der TASPO.

Gute Entwicklungsmöglichkeiten sieht der Landgard-Chef für den Unterglasanbau in Deutschland. "Die Energiepreise in den Niederlanden sind ebenfalls enorm gestiegen, und die deutschen Gärtner haben inzwischen vielfach umgestellt auf preiswertere alternative Verfahren mit Kohle, Holzpellets und Biogas", meint Fitzen und regt an, auch in Deutschland wieder verstärkt über die Produktion von Schnittblumen nachzudenken. Zumal auch Kalthauskulturen wegen der großen Anbaumengen nicht ohne Risiko seien. Auch die Nachfrage nach deutschem Obst und Gemüse nehme zu. Arbeitskräfte für den Freilandanbau seien teurer als in den vergangenen Jahren, "Energie, Arbeitsplätze und die Verbraucher verlangen nach deutschen Tomaten", nennt Fitzen ein Beispiel. Der Chef der Genossenschaft erwartet künftig mehr Unterglasanbau in Deutschland. Bei Schnittblumen bleibe die Konkurrenz durch Anbaugebiete in Ländern wie Afrika bestehen, erklärt Fitzen mit Blick auf einfachere Transportmethoden und die Dollarschwäche. Das Interview lesen Sie in der TASPO-Ausgabe Nr. 1/08