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Unfallstatistik: weniger schwere Unfälle

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Das Beste vorab: 2014 ist die Zahl der schwerer wiegenden Unfälle erneut rückläufig. Ihr Anteil an der Gesamtzahl der angezeigten Unfälle sinkt, wie die jetzt veröffentlichten Zahlen zur Unfallstatistik im Gartenbau von der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) belegen. Dagegen stieg die Gesamtzahl aller angezeigten Unfälle gegenüber dem Vorjahr um sieben Prozent an. Im Vergleich zu den meldepflichtigen Unfällen – also denen mit mehr als drei Tagen Arbeitsunfähigkeit des Unfallverletzten – ist die Anzahl jedoch nur leicht gestiegen.

2014 ereigneten sich weniger schwere Unfälle im GaLaBau und Gartenbau als im Vorjahr. Foto: Frank Jr/Fotolia

Unfallschwere nimmt über die Jahre deutlich ab

Noch deutlicher ist die Entwicklung bei den neuen Unfallrenten nach Arbeitsunfällen, meldet die Sozialversicherung. Hier sei die Unfallschwere der gemeldeten Unfälle über die Jahre hinweg deutlich abnehmend. Im vergangenen Jahr hat sie mit 252 und zehn Prozent Rückgang einen erneuten Tiefststand erreicht. Das gründet auf weniger schweren Unfällen mit leidvollen Folgen für die Verletzten. Und es führt zu einem entsprechenden Bonus für die Betriebe.

In Zahlen gab es 47.553 angezeigte Unfälle und 19.373 meldepflichtige Unfälle – bei einem Bestand von rund 105.000 versicherten Betrieben des Gartenbaus. Diese Zahl sei stabil, da geringfügigen Abgängen im Erwerbsgartenbau im gleichen Umfang Zugänge im GaLaBau gegenüber stehen.

17 tödliche Unfälle im vergangenen Jahr

Im vergangenen Jahr hat es laut SVLFG 17 tödliche Unfälle gegeben, davon acht tödliche Arbeitsunfälle. Die restlichen neun waren Wege- oder Betriebswegeunfälle. Hier zeige sich auch eine deutlich positive Tendenz: Die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle ging um 25 Prozent zurück. Von den 17 tödlichen Unfällen entfielen zehn auf den GaLaBau, je zwei auf den Zierpflanzenbau und den Kommunalen Gartenbau sowie je einer auf die Bereiche Gemüsebau, Pilzzucht und Friedhof.

Berufskrankheiten wurden im vergangenen Jahr insgesamt 901 angezeigt. 2013 waren es 756 und im Jahr 2012 bereits 814. Unterschiedlich fallen die Zahlen in den einzelnen Rubriken aus:

  • Die Berufskrankheit Haut verzeichnet geringere Zahlen – im vergangenen Jahr 201 Fälle, in den Jahren davor 204 und in 2012 noch 205. Endlich einmal deutlich sinkende Zahlen, so die SVLFG.
  • Bei der Berufskrankheit Lärm mit 128 Fällen waren es 2013 202 und in 2012 noch 166.
  • Eine erfreuliche Stabilisierung meldet die SVLFG bei der Gruppe Berufskrankheit Wirbelsäule: 88 im vergangenen Jahr, 2013 waren es 84 und 2012 noch 114.

Anstieg bei angezeigten Berufskrankheiten durch Hautkrebserkrankungen?

Den Grund für den dennoch zu verzeichnenden Anstieg bei den angezeigten Berufskrankheiten vermutet die Sozialversicherung im Bereich der durch UV-Licht oder Sonnenlicht erzeugten Hautkrebserkrankungen, die in 2014 erstmals als entschädigungsfähige Berufskrankheit in die entsprechende Liste des Bundes aufgenommen wurden.

Hier wurden sicher neben den aktuell diagnostizierten auch diverse Fälle aus der Vergangenheit von den Betroffenen und Ärzten gemeldet, wie auch von den Krankenkassen als Verdachtsfall an die Berufsgenossenschaften überwiesen, so die Einschätzung der SVLFG.