Grüne Branche

Unruhen in Kenia wirken sich zum Valentinstag nicht aus

Trotz der bürgerkriegsähnlichen Zustände in Kenia erwartet Cornelius Wendel, Hauptgeschäftsführer des Verbandes des Deutschen Blumen-Groß- und Importhandels (BGI), keine Auswirkungen auf den Blumenimport. Zum Valentinstag sei mit keinerlei Einschränkungen zu rechnen. Aktuell laufe die Schnittblumenproduktion in den Farmen verhältnismäßig normal. Abhängig von der Einigung der beiden kenianischen Wahlkontrahenten Odinga und Kibaki werde sich zeigen, inwiefern sich der Konflikt der Volksgruppen beruhigt. Die Parteien seien sich aber der großen wohlstandssichernden Rolle der Schnittblumenproduktion im Land bewusst.Wendel teilte mit, dass sich in der vergangenen Woche Mitarbeiter nicht mehr in die Betriebe getraut hätten, die von Mitarbeitern anderer Stammeszugehörigkeit bedroht wurden. Zum Teil haben sie fliehen müssen. Aus diesem Grund sei es vereinzelt zu Personalaustausch in den Farmen gekommen. Neue Mitarbeiter sind eingestellt und angelernt worden. Wenn es in jüngster Zeit Verspätungen mit den Importen gab, so Wendel, hätte das an den Cargo-Flugzeugen gelegen, die von China kommend über Afrika nach Europa fliegen. Aufgrund der Schnee- und Eismassen in China sei es zu Verzögerungen im Flugverkehr gekommen.