Grüne Branche

Unternehmen des Jahres in der Friedhofsbranche ausgezeichnet

Im Rahmen der diesjährigen TASPO Awards erhielt die Steinbildhauerei Vincent aus Wetter den Euflor Award – Unternehmen des Jahres in der Friedhofsbranche. Das von Timothy C. Vincent entwickelte Bestattungskonzept „Ewigkeitsbrunnen“ stelle sich einer sich breitmachenden Entsorgungsmentalität entgegen, so die Jury. 

Timothy C. Vincent freut sich über die Auszeichnung,eingerahmt von Renate Höring (Euflor) und Moderatorin Nazan Eckes.

Die Idee der Steinbildhauerei Vincent ist, dass die Asche der Verstorbenen in einem aus Betonringen erstellten Schacht beigesetzt wird. Die Asche kann entweder direkt in den Ewigkeitsbrunnen eingestreut oder mit einer Ton-urne in den Schacht abgesenkt werden. Die oberirdische Gestaltung erinnert an einen Brunnen und steht in einem gestalteten Umfeld von Pflanzen, Steinen und Bänken sowie Beschriftungs- und Ritualflächen.


Die Umsetzung erfolgt unter Einbeziehung aller am Friedhof beteiligten Gewerke: Der Bestatter übernimmt das Bestattungsritual am Brunnen. Der Friedhofsgärtner sorgt für die Bepflanzung und Gestaltung des den Brunnen umgebenden Pflanzringes, der Freiflächen und für die Pflege der Anlage. Der Steinmetz kümmert sich um den Brunnen selbst. Die Friedhofskultur stellte das Konzept ausführlich in der Ausgabe 4/2011 vor.


Der Ewigkeitsbrunnen eröffne gute Möglichkeiten, privates Kapital zu mobilisieren und Partnerschaften im Sinne von „Public Private Partnership“ aufzubauen. Gleichzeitig bediene es den Trend zu pflegeleichten Urnengrabstellen und vermittelt den Friedhofsbesuchern ein positives Empfinden und lädt ein zum Verweilen, so die Jury weiter. Das Modell sorge dafür, dass Finanzmittel, die vormals in den Erwerb von Grabflächen flossen, nun in die individuelle gärtnerische und steinmetzmäßige Gestaltung investiert werden.


Gewünscht hätten sich die Juroren in dieser Award-Kategorie, dass auch Friedhofsgärtner ihre zahlreich am Markt vorhandenen alternativen Ideen zur Förderung der Friedhofskultur vorgestellt hätten. Dann wären alle Gewerke rund um den Friedhof vertreten gewesen. Nun war dies nicht der Fall und die Entscheidung fiel am Ende zugunsten einer Einreichung, die alle Gewerke mit einbezieht.