Grüne Branche

Unternehmerverbund Raumbegrüner: Bessere Gesundheit dank Pflanzen im Büro

„Mit Grünpflanzen im Büro lässt sich die Zahl der Krankmeldungen um bis zu 40 Prozent senken.“ Das erklärt Lutz-Peter Kremkau, Geschäftsführer von „die Raumbegrüner“, in einer Presseerklärung des Verbundes angesichts einer aktuellen Studie der Krankenkasse DAK und nimmt dies zum Anlass, nochmals auf die positiven Effekte der Raumbegrünung in Büros hinzuweisen. Seinem Verbund gehören 17 unternehmergeführte Betriebe an, die sich auf die Raumbegrünung spezialisiert haben. 

Endlich rücke durch die demographische Entwicklung der „Faktor Mensch“ in den Fokus, sagt Kremkau angesichts der Studie. Denn alternde Belegschaften und fehlende Fachkräfte stellen die Betriebe vor Herausforderungen: Neue Konzepte für Gesunderhaltung am Arbeitsplatz sind gefragt.

Kremkau verweist dabei auch auf frühere Untersuchungen: „Die Studien über den Einsatz von Pflanzen in Büros haben ergeben: Moderne Büroarbeitsplätze können auf lebende Pflanzen nicht verzichten.“ Die richtige Bepflanzung helfe durch bioaktive Raumklimatisierung, die Arbeitsstättenverordnung einzuhalten und die EU-Richtlinien „Bildschirmarbeitsplatz“ (EU-BildscharbV) zu erfüllen. Laut DAK-Studie fehlen den Angaben zufolge erkrankte Mitarbeiter durchschnittlich an 13,2 Tagen in den Betrieben, wobei Erkrankungen der Atemwege als zweithäufigste Ursache gelten. „Genau hier setzen unsere Zimmerpflanzen an“, so Kremkau. „Ihre Heimat sind die tropischen und subtropischen Wälder der Erde, wo sie als grüne Lungen des Planeten unersetzlich sind. Die gleiche Funktion übernehmen sie in unseren Räumen.“

Geruch und Akustik werden durch Pflanzen im Raum außerdem deutlich verbessert, so Kremkau. „Zudem reinigt ihre besondere Blatt- und Wurzelatmung die Luft durch die Absorption von Formaldehyd, Benzolen und anderen Schadstoffen. Bioaktiv steigern sie die Luftfeuchtigkeit, die häufig deutlich zu niedrig ist, und dämmen Kopfschmerz und Erkältungskrankheiten ein – die klassischen Auswirkungen zu trockener Raumluft.“

Weltweit haben laut Kremkau wissenschaftliche Studien ergeben, dass in begrünten Räumen die Menschen motivierter und mit besseren Ergebnissen arbeiteten. Aber es gehe noch weiter: „Professionelle Raumbegrünung trägt aktiv zur Gesunderhaltung der Mitarbeiter bei. In begrünten Büros fallen pro Mitarbeiter jährlich 3,5 Krankheitstage weniger an“, meint er und bezieht sich dabei auf ältere norwegische Erkenntnisse.

Die Zahlen sprächen eine klare Sprache: Wenn ein Unternehmen beispielsweise 20 Mitarbeiter zu je 2.500 Euro pro Monat beschäftigt und diese pro Jahr nur einen Tag weniger fehlen, sind das bei 260 Arbeitstagen 0,39 Prozent der Jahresarbeitszeit, bei 600.000 Euro Lohnkosten also bereits ein Jahres-Plus von 2.340 Euro. Die Arbeitgeber könnten sich über dieses Ergebnis freuen, denn die Ausstattung der Büros mit neuester Technik ist deutlich teurer als die Anschaffung geeigneter Zimmerpflanzen. „Wir können so erstaunlich kostengünstig optimale Arbeitsbedingungen schaffen“, so der Sprecher der bundesweiten Initiative.

Investiert hat das Unternehmen in diesem Beispiel in 20 Planzeneinheiten für insgesamt 5.000 Euro, rechnet er weiter vor. Die Abschreibung über sechs Jahre beträgt pro Jahr 833 Euro, mit Pflanzenpflege-Service für 960 Euro kostet die Investition in lebendes Grün also 1.793 Euro jährlich. „Ihre grünen Mitarbeiter schreiben sofort schwarze Zahlen“, bestätigt Kremkau. „Bei nur einem eingesparten Krankheitstag beträgt der Gewinn 3.282 Euro in sechs Jahren, bei den statistischen 3,5 Arbeitstagen sind es stattliche 38.382 Euro.“ (ts/mg)