Unwetter schädigen 120.000 Hektar

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Die schweren Unwetter Ende Juni zogen schwere Schäden nach sich. Foto: Etienne Marais / Pixabay

Die letzten Tage des Junis waren von lokalen Unwettern über ganz Europa geprägt. Neben Starkregen und Sturm richtete vor allem Hagel im Gartenbau und der Landwirtschaft großen Schaden an. Die Versicherung Vereinigte Hagel beziffert die Schäden auf rund 120.000 Hektar im gesamten Bundesgebiet.

Unwetter über ganz Europa richteten erheblichen Schaden an

Laut Mitteilung der Versicherung belaufe sich der Schadenstrich von Luxemburg und den Niederlanden über Deutschland bis ins Baltikum. Betroffen waren Mitte der KW 25 viele Gemüsesorten sowie Ackerkulturen im Norden der Niederlande (Groningen, Drenthe) sowie flächendeckend in Luxemburg mit Schwerpunkt im Norden des Großherzogtums. Die Unwetter zogen dann ostwärts und fegten über das gesamte Bundesgebiet hinweg. Besonders betroffen war vor allem der Süden, wo die Unwetter zu einer großen Anzahl von Schadenmeldungen führten. Die Pfalz, der Großraum Stuttgart, Hohenlohe sowie im weiteren Verlauf Ober- und Niederbayern wurden von den Unwettern getroffen.

Bayern besonders von Unwettern betroffen

In der darauffolgenden Kalenderwoche verursachten weitere Unwetter Schäden. Abermals wurden Bayern (Altmühltal, Hallertau und Kreis Traunstein) und Baden-Württemberg (Reutlingen, Biberach) schwer getroffen. Doch dieses Mal zog die Unwetterfront auch gen Norden. In der Börde von Eilsleben bis Möckern wurden etliche Schäden gemeldet. Auch der Großraum Leipzig wurde von den Unwettern gestreift. Insgesamt wurden etwa 40.000 Hektar als geschädigt gemeldet. Noch härter wurde das Baltikum getroffen, denn hier wurden mehr als doppelt so große Flächen gemeldet, auf denen das Unwetter Schäden hinterlassen habe. Sämtliche Ackerbaukulturen von der polnischen Grenze bis zur Ostseeküste waren dabei betroffen.

Schäden auf rund 120.000 Hektar Fläche

In den letzten Junitagen wurden europaweit insgesamt 120.000 Hektar mit einer Versicherungssumme von etwa 150 Millionen Euro als geschädigt gemeldet. Dahinter stehen knapp 2.000 landwirtschaftliche Betriebe mit 17.000 einzelnen Schlägen, die von den Sachverständigen begutachtet werden. Die Schäden sollen nach der Begutachtung laut eigener Aussage zügig kompensiert werden.

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