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Unwetterhilfe für Landwirtschaft und Gartenbau

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Ende Mai bis Mitte Juni trafen Starkregen und Hagel Produktionsbetriebe in Gartenbau und Landwirtschaft besonders hart. Nun stellt das Bundesland Baden-Württemberg insgesamt 4,5 Millionen Euro für die Unwetterhilfe zur Verfügung.

Der maximale Beitrag für die Unwetterhilfe durch das Land Baden-Württemberg wurde auf 50.000 Euro gedeckelt. Allerdings sollen Ausnahmen für Härtefälle eingeräumt werden. Foto: Gina Sanders Fotolia

Verwaltungsvorschrift für Unwetterhilfe in Gartenbau und Landwirtschaft in Kraft getreten

Die Verwaltungsvorschrift für Unwetterhilfe trat am 27. Juli in Kraft. Sie sieht finanzielle Unterstützung für landwirtschaftliche und gärtnerische Kulturen vor. Außerdem schließt die Verordnung sonstige Sachschäden einschließlich der Beräumung von Produktions- und Gebäudeflächen sowie Nebenkosten der Schadensermittlung mit ein.

Unternehmen aus Gartenbau und Landwirtschaft können Ausgleichszahlungen beantragen, wenn mindestens 30 Prozent der naturalen Jahreserzeugung bezogen auf das einzelne Produktionsverfahren durch ein Unwetter vernichtet wurden. Versicherbare Schäden sind ausgenommen.

„Wir haben jetzt das Antragsverfahren für die Unwetterhilfe im Bereich der Landwirtschaft gestartet. Die Betriebe haben damit Klarheit, wie die finanzielle Unterstützung für den Schadensausgleich ausgestaltet ist und was bei der Antragstellung zu beachten ist“, sagte Landwirtschaftsminister Peter Hauk MdL am Donnerstag, 28. Juli, in Stuttgart.

Zuwendungsbeitrag auf 50.000 Euro gedeckelt, Ausnahmefälle eingeräumt

Bis zu 50 Prozent der unwetterbedingten Aufwuchs- und Ertragsschäden an landwirtschaftlichen Kulturen und bis zu 80 Prozent für sonstige betriebliche Unwetterschäden trägt demnach das Bundesland Baden-Württemberg. Allerdings wurde der Höchstbetrag der Unwetterhilfe auf 50.000 Euro gedeckelt. Ausnahme bilden besondere Härtefälle.

Das Antragsverfahren wurde in zwei Teile gesplittet: Zum einen in Ausgleichszahlungen für unwetterbedingte Aufwuchs- und Ertragsschäden an landwirtschaftlichen und gärtnerischen Kulturen. Zum anderen in Ausgleichszahlungen für sonstige Schäden.

Anträge für Schadensmeldung im Internet herunterladen

Die Anträge für sonstige Schäden sind bis zum 15. September 2016 und die Anträge für Auswuchs- und Ertragsschäden bis zum 31. Oktober 2016 beim zuständigen Landratsamt beziehungsweise der zuständigen Unteren Landwirtschaftsbehörde einzureichen.

Voraussetzung für einen erfolgreichen Antrag ist die vollständige Abgabe einer Schadensmeldung. Die Antragsformulare können ab 1. August 2016 auch im Internet unter der Adresse https://www.landwirtschaft-bw.info heruntergeladen werden. Unter der gleichen Adresse finden betroffene Unternehmen auch weitere Informationen.