Grüne Branche

Urban Farming auf neuem Level?

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Das französische Startup Agricool baut Schiffscontainer in Gewächshäuser um, um auf diesem Weg Früchte und Gemüse direkt in der Stadt zu produzieren – und das energiesparend und ohne Pestizide.

Agricool: Erdbeeren aus dem umgebauten Schiffscontainer. Die Zukunft des Urban Farmings? Foto: Tony Trichanh

Früchte und Gemüse mit Geschmack in Städten produzieren

Die Grundbetrachtung für die Gründung des Startups im Jahr war folgende: Gonzague Gru und Guillaume Fourdinier, selbst aus Gartenbau-Familien stammend, wollten Gemüse und Früchte in die Städte bringen, die auch danach schmecken.

Zu sehr seien die Eigenschaften der Früchte auf den Transport ausgelegt. Hier zähle nicht der Geschmack, sondern die Langlebigkeit. Immerhin lege das Obst und Gemüse für den Pariser Markt im Schnitt rund 1500 Kilometer zurück.

Cooltainer: Lösung des Platzproblems für produktives Urban Farming?

Nicht nur in der Stadt fehle es schlicht an Platz, um Gemüse in großen Mengen anzubauen. Aufgrund der Bevölkerungsentwicklung und der zunehmenden Bebauung Hier kommt der Cooltainer ins Spiel –  ein umgebauter Schiffscontainer, in dem eine Urban Farm schlummert. Agricool verspricht, dass hier Obst und Gemüse ohne Pestizide produziert werden, zusätzlich spare das Verfahren 90 Prozent des Wasserverbrauchs, den herkömmliche Anbaumethoden auf dem Feld benötigen. Zusätzlich stammt die verwendete Energie aus erneuerbaren Quellen.

Das junge Unternehmen wächst rasch. Seit der Gründung stiegen die Mitarbeiterzahlen von zwei auf 30 Beschäftigte an. Nun erhält Agricool eine Finanzspritze über vier Millionen Euro. Mit dem Geld sollen 2017 75 neue Cooltainer geschaffen werden, die 91 Tonnen Erdbeeren produzieren.