Grüne Branche

Urneninseln in Altdorf

Der Friedhof der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Altdorf bei Nürnberg wurde umgestaltet. Sogenannte Urneninseln wurden angelegt und in die bestehende Bestattungsfläche integriert.

Die kleinkronigen Bäume mit ihren verzweigten Ästen stehen bewusst als Kontrast zur Geradlinigkeit der Stelen in den Urneninseln. Foto: L. Möller

Grund für die Teilneuplanung des Friedhofgeländes in Altdorf war die stetig steigende Zahl der Urnenbestattungen und der damit verbundenen Nachfrage nach Urnengräbern. Zudem sollte der Eingangsbereich des Friedhofes an der Magdalenenkirche gestalterisch aufgewertet werden, um eine ansprechende Entree-Situation zu schaffen. Die neu gestaltete Fläche wurde am 5. August vergangenen Jahres eingeweiht.

Die erste Planungsfläche war bereits festgelegt, während der ersten Begehung im Februar 2012 wurden zusätzliche Flächen für die Realisierung gefunden. Durch die verteilte Lage der Flächen entwickelten die beiden Landschaftsarchitekten Lars Möller und Martin Völker die Idee der Urneninseln.


Leitgedanke der Urneninseln

Planungsziel war es, gesonderte Plätze für Urnengräber in den bestehenden Friedhof zu integrieren sowie Alt und Neu, Tradition und Modernes miteinander zu vereinen und dem Friedhof ein unverwechselbares Gesicht zu geben. Die Einfassung ist das Hauptgestaltungselement der Urneninseln und bei jeder der insgesamt drei Inseln gleich. Eine Einfassung mit Pflanzen kam aus Platzgründen nicht in Frage. So entstand die Idee Metallstelen zu verwenden. Rechteckrohre mit drei verschiedenen Querschnitten, gleicher Höhe, in rhythmischem Abstand auf einem Stahlband fassen nun die Urneninseln ein. Die Rohre sind grau und in wechselnden Abständen in warmen Grün-Tönen beschichtet. Die Farbgestaltung soll Spannung in die Einfassung bringen, sowie die „Strenge“ der Form mildern. Lesen Sie mehr dazu in der Juni-Ausgabe der Friedhofskultur ab Seite 30.