Grüne Branche

„Urnenwaldprozess“ ist zu Ende

Das Landgericht Frankfurt am Main fällte ein „salomonisches Urteil“ über Aussagen eines Landschafts- und Friedhofsplaners zur Schädlichkeit von Urnen im Wald.

Aktuelle Impression vom Urnenwald in Glücksburg. Foto. Klaus-Dieter Schmidt

Als „salomonisches Urteil“ wertet der Verband Deutscher Naturstein Verarbeiter (VDNV, Unna) den Urteilsspruch (AZ: 2–03 O 39/14) vom 19. September im sogenannten „Urnenwald-Prozess“ – einer von der Ruheforst GmbH (Erbach) angestrengten Unterlassungsklage vor dem Landgericht Frankfurt am Main.

Der Natur-Sachverständige, Landschaft- und Friedhofsplaner Andreas Morgenroth (Hamburg) muss seine Äußerungen, die Ruhefrost GmbH schädige mit Urnenbeisetzungen im Wald denselben, und bringe giftige Stoffe in den Boden ein, weder widerrufen noch berichtigen. Zu finden waren die Aussagen im Internet, als Beispiel wurde der Bestattungswald in Glücksburg genannt. Einzelne Aussagen darf Morgenroth allerdings nicht mehr aufrecht erhalten, sonst droht ihm ein Ordnungsgeld von 250.000 Euro. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und es kann noch Berufung eingelegt werden.

Die Tagespresse berichtete vereinzelt jedoch, dass die Ruheforst GmbH den Prozess gewonnen habe, was der Rechtsanwalt von Morgenroth, Dr. Marc Winstel von der Kanzlei Wuertenberger (Stuttgart), entschieden zurückweist. Allein der Aspekt, dass sich nach dem Richterspruch beide Parteien die Kosten des Verfahrens teilen, spreche dem schon entgegen. Lesen Sie mehr in der November-Ausgabe der Friedhofskultur auf Seite 8.

Cookie-Popup anzeigen