Grüne Branche

Valentinstag: Blumen machen nicht dick

Das Valentinsgeschäft ist kein Selbstläufer mehr. Die Grüne Branche steht im starken Wettbewerb mit anderen Branchen. Fachbetriebe der Grünen Branche sind deshalb gefordert, mit gezieltem Marketing auf sich und ihr Angebot aufmerksam zu machen. Die folgenden Tipps sind eine Anregung bewährte und neue Wege zu nutzen, um den „blumigen“ Valentinstag wieder mehr in den Vordergrund zu rücken.

Schmuck und Pflanzen – Zusammenarbeit mit einem Juwelier. Foto: Rosemarie Wagler

Marketingberater Knut Steffen gibt zehn wertvolle Tipps, wie Sie Ihren Abverkauf zum Valentinstag steigern können.

  • Sprechen Sie jüngere Zielgruppen besser an: mit Flyern (in Herzform), kleine Blüten mit Firmenanhänger oder Gutscheine, die vor Schulen, Unis und in ´Szenelokalen` verteilt werden. Schalten Sie Anzeigen in Medien, die von jungen Kunden gelesen werden, platzieren Sie die Valentinswerbung in der Zeitung dort, wo die Kinowerbung steht. Nutzen Sie Ihre Homepage, Facebook, Twitter und Co., um junge Kunden als Käufer zu gewinnen.
  • Gewinnen Sie gewerbliche Kunden für das Valentinsgeschäft, wie die Gastronomie (Tischdekoration oder blumige Geschenke als Ergänzung zum romantischen Valentinsmenü) oder Firmenkunden, die weibliche Mitarbeiter oder Kunden mit kleinen blumigen Präsenten beschenken möchten.
  • Achten Sie auf eine entsprechende Außengestaltung zum Valentinstag bereits eine Woche vor dem Valentinstag. Nutzen Sie die Möglichkeit mit Großplakaten und mobilen Werbeträgern (Fahrzeuge) auf den Valentinstag hinzuweisen.
  • Betreiben Sie mehr Öffentlichkeitsarbeit zum Valentinstag – zum Beispiel mit einem Valentinspaar, das eher modern im Erscheinungsbild auftreten sollte: Valentinspaar besucht Bürgermeister, Krankenhäuser, Altersheime, Schulen und überrascht mit kleinen blumigen Geschenken – dazu wird die Presse eingeladen. Die Teilnahme des Valentinspaars mit Wagen an Faschings- oder Karnevalsumzug wäre auch eine Idee: Das passt 2013 in Karnevalshochburgen terminlich gut, da Valentinstag in der gleichen Woche wie Rosenmontag liegt.
  • Starten Sie Gemeinschaftsaktionen mit allen Blumenfachgeschäften und Einzelhandelsgärtnereien (gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit und gemeinsame Werbung: Printmedien, eventuell im Lokalradio)
  • Arbeiten Sie mit anderen Fachgeschäften (beispielsweise Parfümerie oder Juwelier) zusammen. Wenn Ihre Partnergeschäfte eine Auswahl ihres Sortiments bei Ihnen präsentieren, können Sie diese Geschenke mit Blumen noch mal extra aufwerten.
  • Betreiben Sie eine gezielte Sortimentspolitik. Bieten Sie auch Sortimente für den kleinen Geldbeutel. Ein Rosenangebot aus fairem Anbau unterstreicht das nachhaltige Sortiment und nimmt den negativen Pressekampagnen über „vergiftete Rosen“ zum Valentinstag den Wind aus den Segeln. Mit Valentins-Accessoires veredelte Zimmerpflanzen gehören zum Sortiment, ebenso darf ein Alternativangebot von fertigen Frühlingssträußen anstatt teurer Rosen nicht fehlen.
  • Mit einer aktiven Preispolitik vermeiden Sie den Eindruck, dass Blumen am Valentinstag teuer sind. Bieten Sie entsprechende Einstiegsangebote für unter zehn Euro an und staffeln Sie Ihre Sortimente im Preis. Ein Valentinsangebot kann als Kaufanreiz für die Kunden in die Werbung genommen werden.
  • Heben Sie Ihren Service hervor: individuelle Floristik und Beratung, blumige Valentins-Gutscheine.
  • Bieten Sie Ihre Dienstleistungen zum Valentinstag offensiver an: pünktliche und zuverlässige Lieferung, Blumenvermittlung weltweit (Fleurop). Weisen Sie auf diese Dienstleistung offensiv in Ihrer Werbung, auf der Homepage, im Geschäft und im Verkaufsgespräch hin.

Machen Sie sich Gedanken, wie Sie Ihr Valentinsgeschäft beleben können und überlassen Sie nicht alles der Süßwaren- oder Schmuckbranche: Denn Blumen machen nicht dick, sind preiswert und kommen beim Beschenkten immer noch gut an, weil sich Gefühle mit Blumen sehr gut ausdrücken lassen. (kst)