Grüne Branche

VDG-Wintertagung: Gartencenter mit leichtem Umsatzplus

Zufriedenstellend verlief das Jahr 2007 für die dem Verband Deutscher Gartencenter (VDG) angeschlossenen Mitgliedsbetriebe nach Worten ihres Vorsitzenden Alexander Haubensak. Wie er auf der Verbands-Wintertagung in Köln ausführte, schnitten die Gartencenter mit einem leichten Umsatzplus ab, das noch über dem des gesamten Einzelhandels für 2007 (plus 0,5 Prozent) liege. Gewonnen hätten diejenigen Standorte, die auf den frühen Start im März schnell reagieren konnten. Betriebe mit einer guten Mitarbeiterorganisation und Einkaufsstruktur hätten im witterungsbedingt schlechten Mai weniger Schwierigkeiten gehabt und am Ende nicht so viel lebende Ware abschreiben müssen, so Haubensak. Auch die Betriebe mit überdachter Verkaufsfläche waren nach seinen Worten hier im Vorteil. Während das erste Halbjahr und dabei besonders der April einen guten Umsatz brachte, lag die zweite Jahreshälfte auf Vorjahresniveau. Die Umsatzverschiebungen seien witterungsbedingt. Auch im vorigen Jahr konnten die größe- ren Gartencenter von den Zuwächsen mehr profitieren als die kleineren, dieser Trend setzt sich seit Jahren fort. Die Kundenzahl blieb stabil, doch habe der Sonntagsverkauf in Nordrhein-West- falen echte Zusatzumwächse mit sich gebracht. Bei den Warengruppen lag der Pflanzenschutz vorne, auch Baumschulpflanzen und Stauden lagen gut im Umsatzplus. Ein leichtes Plus fuhren Topfpflanzen ein, bei Beet- und Balkonpflanzen gab es kaum Veränderungen. Einen leichten Anstieg verzeichneten die Erden. Bei den Gefäßen gab es zwei augenfällige Entwicklungen: Zum einen eine bislang nicht erklärbare Stagnation im Außenbereich, zum anderen wird das mittlere Segment weitgehend verdrängt. Die Mitte bricht weg, hieß es. Das Produkt teile sich auf in eine einerseits hochwertige, andererseits preiswerte Gruppe. Der Geschenk-, Boutique und Saisonbereich lag leicht über Vorjahresniveau. Leichte Einbußen mussten dagegen der Bereich Wasser im Garten und Gartenmöbel-Auflagen hinnehmen, so Haubensak. Für 2008 erwartet der Verband Engpässe bei den Düngern, vor allem Blaukorn. Die höheren Preise müssten weitergegeben werden, das werde auch akzeptiert, hieß es. Es sei sogar ein Vorteil für die Fachmärkte, dass durch die rohstoffbedingten Preissteigerungen die Billigangebote in anderen Vertriebskanälen wegfielen.

Der VDG verzeichnet derzeit 99 ordentliche und 138 fördernde Mitglieder. Durch den Austritt von Dehner aus dem Verband habe man eine größere Anzahl an Standorten verloren, auf die Mitgliedsbeiträge wirke sich dies aber nicht aus, erklärte Martina Lok, VDG-Geschäftsführerin. Jedes Mitglied zahle einheitlich unabhängig von der Größe oder Anzahl der Standorte. Die bereinigte Mitgliederzahl von 99 habe sich unter anderem auch durch Insolvenzen ergeben, Anträge auf neue Mitgliedschaften lägen vor. Einen ausgeprägten Hang zur Filialisierung sieht der Verband im Übrigen bei den inhabergeführten Betrieben nicht. Es gebe einen "zarten Trend" zu neuen Standorten, der auch mit einem Generationswechsel zusammenhinge. Es bleibe abzuwarten, was in den nächsten Jahren passiert.