Grüne Branche

Veitshöchheim baut

Schon vor mehreren Jahren war ein Neubau des Versuchsbetriebs für den Zierpflanzenbau in Veitshöchheim im Gespräch. Nachdem sich die Investition aus finanziellen Gründen um einige Jahre verzögerte, sind die Weichen jetzt aber gestellt: Spätestens ab 2011 wird das Sachgebiet Zierpflanzenbau der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in moderne neue Gewächshäuser umziehen. Anton Magerl, seit 1. Mai 2008 neuer Präsident der Landesanstalt, erwähnte die bevorstehende Maßnahme am 17. Juli bei seiner Ansprache zur Eröffnung der Veitshöchheimer Fachtagung Beet- und Balkonpflanzen. Arved von Mansberg, Abteilungsleiter Gartenbau der Bayerischen Landesanstalt, erläuterte im Gespräch mit der TASPO-Redaktion die wesentlichen Details. Mit der Genehmigung der Investition am 9. Juli im Finanzausschuss des Bayerischen Landtages sei jetzt endgültig klar, dass in Veitshöchheim ein neuer Versuchsbetrieb Zierpflanzen sowie ein neues Laborgebäude entstehen. Zuständig für die Maßnahme ist das Staatliche Bauamt Würzburg. Das Investitionsvolumen beträgt 20,8 Millionen Euro. Der größte Teil entfällt auf das neue Laborgebäude für das Fachzentrum Analytik. Dieses führt für alle Bereiche der Landesanstalt unter anderem Bodenuntersuchungen und Inhaltsanalysen durch. Der Neubau des Zierpflanzenbau-Versuchsbetriebes wird mit ungefähr sieben Millionen Euro zu Buche schlagen. Vorgesehen sind etwa 3.500 Quadratmeter Gebäudefläche mit Forschungsgewächshäusern in Venlobauweise, Verbinder und Büros sowie "Trainingshaus". Der Neubau entsteht dort, wo früher der Gemüsebau war. Zwei bestehende Gewächshäuser müssen zunächst entfernt werden. Die heutigen, mehrere Jahrzehnte alten Versuchsgewächshäuser des Zierpflanzenbaus bleiben bis zur Fertigstellung der Neubauten in Betrieb.Wenn das Projekt im Jahr 2011 fertig ist, kann das Sachgebiet Zierpflanzenbau kurzfristig umziehen. Danach werden die alten Bauten abgerissen und die betreffenden Flächen für Freilandversuche umgewidmet.

Bundesverfassungsgericht entscheidet im September

Der zweite Senat des Bundesverfassungsgerichtes hat als Termin für die mündliche Verhandlung in Sachen "Absatzfonds der Land- und Ernährungswirtschaft" den 17. September 2008 benannt. Verhandelt wird eine Vorlage des Verwaltungsgerichts Köln zur Frage, ob die gesetzliche Beitragspflicht zum Absatzfonds der Land- und Ernährungswirtschaft verfassungsgemäß ist (siehe auch TASPO 40/06). In dem zugrunde liegenden Ausgangsverfahren wendeten sich drei Unternehmen der deutschen Ernährungswirtschaft (Mühlenunternehmen, Eierpackstelle, Geflügelschlachterei) gegen ihre Heranziehung zu Beiträgen zum Absatzfonds. Im Nachgang gab es eine wachsende Zahl an landwirtschaftlichen Betrieben, die ihre Pflichtbeiträge nur noch unter Vorbehalt leisteten, was bei CMA und ZMP zu einem Sparkurs führte.