Grüne Branche

Verbandsfusion der Gartenbauverbände Nordwest und Niedersachsen bald am Ziel

Es sind nur noch ein paar Details zu klären, ansonsten aber befindet sich die Fusion des Landesverbandes Gartenbau Niedersachsen und des Nordwestdeutschen Gartenbauverbandes nach der Zustimmung der Mitglieder nun auf der Zielgraden. Das bestätigte Axel Boese, Geschäftsführer des Nordwestdeutschen Verbandes, gegenüber der TASPO.

Start der Fusion ist offiziell der 1. Juli 2009. Im Februar werden die obersten Gremien beider Verbände die endgültigen Fusionsbeschlüsse absegnen und das neue Präsidium wählen. Der neue Verband wird rund 800 Mitglieder haben plus 200 zu betreuende Baumschulen aus Weser-Ems, die nur indirekt Mitglied sind. Mit der Fusion möchte der neue Nordverband - derzeit wird über einen neuen Namen noch nachgedacht - vor allem eines erreichen: "Wir werden in Zukunft in der Öffentlichkeit, bei Politik, Behörden und Kammern, wesentlich besser wahrgenommen werden können. Auch dadurch, dass wir gemeinsam einen Ansprechpartner stellen." Wer das sein wird, entscheidet sich ebenfalls im Februar.

Was wird sich für die Mitglieder der beiden Verbände durch die Fusion ändern? In Fachfragen werden sich die beiden Geschäftsstellen spezialisieren - Geschäftsführer Lutz Arnsmeyer in Hannover wird künftig Ansprechpartner für den Bereich Handel und Dienstleistung/_Einzelhandelsgärtner und Friedhof, Axel Boese in Bremen für den Bereich Produktion und Energie/Zierpflanzen/Gemüse sein. In sehr betriebsspezifischen Fragen in Sachen Arbeitsrecht, Baurecht oder Betriebsübergaben können sich die Betriebe dagegen nach wie vor an die ihnen näher liegende Geschäftsstelle wenden. Für den Umweltbereich wird es künftig einen einzigen, noch zu benennenden Ansprechpartner geben.

Spätestens Juli kann es losgehen mit den neuen Verbandsaktivitäten in Sachen Öffentlichkeitsarbeit: Um das Image des Berufsstandes zu verbessern, will der neue Verband die Politik häufiger und regelmäßiger ansprechen ("das hat bei Themen wie Mineralölsteuer oder Energiepreisen immer gut geholfen"), beispielsweise dafür auch Politiker wieder mehr in die Betriebe holen sowie regelmäßige parlamentarische Veranstaltungen stattfinden lassen.