Grüne Branche

Verbandsleistungen zur Diskussion gestellt

Beginnend in den Vier- und Marschlanden will die Verbandsspitze des Gartenbauverbandes Nord in den Winterversammlungen die "nachhaltige Sicherung der Verbandsleistungen für den Gartenbau im Norden" zur Diskussion stellen. Den Strukturwandel belegen Zahlen aus dem Gesamt-Gartenbau. So hat sich die Zahl der Gartenbaubetriebe von 1994 bis 2005 um 34,6 Prozent und die Zahl der Arbeitskräfte um 28,6 Prozent verringert. Die Nutzfläche hat sich dagegen um 18 Prozent erhöht. Zahlen über die Entwicklung der Glasflächen liegen nicht vor. Der Strukturwandel wird weitergehen. Neben den Betrieben mit Massenproduktion werden kleinere und mittelgroße Nischenanbieter weiterhin Chancen haben. Die zu diskutierenden Fragen lauten: Wofür brauchen die verbleibenden Betriebe den Verband und ist das Leis-tungsangebot des Verbandes darauf ausgerichtet? Welche Aufgaben gewinnen an Bedeutung, welche verlieren an Gewicht? Wie kann auch bei weniger Mitgliedern eine gesicherte Finanzierung der Verbände erreicht werden? Wo ist die Grenze der Finanzierbarkeit: wenn die Aufgaben bleiben, bleiben dann auch die Strukturen?

Für Hamburg schätzt Claus Eggers, bis 2007 Kreisgärtnermeister in den Vierlanden, dass es im Hamburger Anbaugebiet weiterhin bei einer Kleinbetriebsstruktur bleiben werde. Diese Betriebe wünschen auch künftig eine individuelle Betreuung. Die nun im Verband einsetzende Diskussion zur "nachhaltigen Sicherung der Verbandsstruktur" wird zeigen, wie und ob Veränderungen möglich sind. Die Hamburger Kollegen werden dabei ein gewichtiges Wort mitreden.